Obduktionsbericht freigegeben

VIELEN DANK!

Unsere Kampagne zur Herausgabe des Obduktionsberichts gegenüber der Oberstaatsanwaltschaft und dem Institut für Rechtsmedizin ist ein voller Erfolg gewesen. Durch unsere zahlreichen Aktionen haben wir deutlich gemacht, daß die wir nach der rassistisch motivierten Tötung unseres Bruders TONOU MBOBDA am 21.04.2019 auf dem Gelände des Universitätskrankenhaus Eppendorf nicht einfach zur Tagesordnung zurück kehren werden.

Der Obduktionsbericht wurde zwischenzeitlich freigegeben und den Rechtsbeiständen der Familie von TONOU MBOBDA zugänglich gemacht.

Wir bedanken uns bei den Mitgliedern der Black Community, den solidarischen Gruppen und individuellen Personen die uns auf dem Weg zu diesem Meilenstein unterstützt haben.
Keep up the good work! Die Black Community braucht weiterhin die Unterstützung bei diesem Kampf.

Black Community in Hamburg
blackcommunityhamburg.blackblogs.org
Facebook: Justice For Mbobda
www.betterplace.org/de/projects/70409-justiceformbobda

 

Pressemitteilung der Black Community

#Presseerklärung der #BlackCommunity in #Hamburg und #Deutschland:

#SofortigeHerausgabe des #Obduktionsberichtes zum Tod von #TonouMbobda

Im Zusammenhang mit dem Tod von unserem Bruder TOUNOU MBOBDA hat die Staatsanwaltschaft Hamburg eine #Obduktion (Ärztliches Gutachten) in Auftrag gegeben. Dieses Ärztliche Gutachten ist die Grundlage für die weiterführenden Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft. Durch dieses Gutachten könnten wir nachweisen, dass im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) vom #Sicherheitspersonal und von verschiedenen Ärzten bzw. Pflegekräften Straftaten begangen wurden, die das Leben eines Menschen gekostet haben.

Seit dem Todestag am 21.04.2019 von TONOU MBOBDA sind wir als Black Community aktiv, um dem Menschen, der am UKE nur ärztlichen Rat gesucht hat und hierbei getötet wurde, seiner Familie, seinen Freunden und seiner Community Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Uns ist bewusst, dass dieses Verbrechen nur aufgrund der rassistischen Grundstimmung in diesem Land möglich war. Aber wir werden es nicht länger hinnehmen, immer wieder die Opfer solcher Übergriffe zu sein.

Wir haben in regelmäßigen Mahnwachen eine große Öffentlichkeit mobilisiert und im Rahmen der #GroßDemonstration am 25.05.2019 sind mehr als 3.000 Menschen zusammen gekommen, um unsere Forderungen direkt vor dem UKE und vor dem Hamburger Rathaus sehr deutlich zum Ausdruck zu bringen.

Zu diesen Forderungen gehört jetzt auch die unverzügliche Herausgabe aller Untersuchungsberichte und Obduktionsergebnisse an die Rechtsbeistände der Familie. Es ist nicht akzeptabel, dass diese wichtigen Erkenntnisse rund um den Tod von TONOU MBOBDA seit Anfang Mai 2019 unter Verschluss bleiben. Weiterhin kündigen wir schon jetzt an, dass neben den Untersuchungsergebnissen die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg durch das Institut für Rechtsmedizin erstellt wurden, auch ein unabhängiges Gutachten im Auftrag der Familie erstellt werden soll. Dieses Zweitgutachten muss in den nächsten Tagen durchgeführt werden und auch hierfür ist es erforderlich, dass das Gutachten vom UKE den Anwält*innen des Getöteten und seiner Familie zugänglich gemacht wird.

Es ist nicht hinnehmbar, dass noch immer kein Obduktionsbericht vom Rechtsmedizinischen Institut des UKE vorliegt. Daher müssen wir eine bewusste Vertuschungsaktion befürchten, die in enger Abstimmung mit der Leitung des Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) durchgeführt wird. Da bisher keine anderslautenden Informationen bekannt sind, gehen wir davon aus, dass die Obduktion am Institut für #Rechtsmedizin des UKE unter Leitung von Prof.#Püschel durchgeführt wurde. Dieser Mann steht auch in direkter Verantwortung für den Tod von #AchidiJohn im 2001 durch einen #Brechmitteleinsatz in diesem Institut.

Wir werden diese Forderung in den nächsten Tagen direkt an folgende Institutionen richten und bitten hierbei um Unterstützung durch all diejenigen, die an einer zügigen Aufklärung interessiert sind:

Oberstaatsanwaltschaft Hamburg (Oberstaatsanwalt #Mahnke)
Tel: (040) 4 28 28 – 0 – Fax: (040) 4 27 98 – 1002
Mail: Poststelle-Staatsanwaltschaft@sta.justiz.hamburg.de
bzw.
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Rechtsmedizin – Haus Nord N81
Butenfeld 34 | 22529 Hamburg 
Tel:+49 (0) 40 7410 – 52130
Mail: ifrhh@uke.de

Wir werden nicht eher ruhen, bis alle Fakten zugänglich sind und die Täter*innen entsprechend zur Rechenschaft gezogen wurden.

TONOU MBOBDA! DAS WAR MORD!

Kontakt:

Mail: black_community_hamburg@riseup.net
Webportal: www.blackcommunityhamburg.blackblogs.org
Facebook: #justiceForMbobda

DIE BLACK COMMUNITY IN HAMBURG UND DEUTSCHLAND

Brief-, Fax-, und Emailaktion

Liebe Schwestern und Brüder, Liebe Community,
Liebe FreundInnen, UnterstützerInnen und MitstreiterInnen,

Im Fall des getöteten Bruders TONOU MBOBDA besteht die Gefahr einer Verschleierungsaktion durch die
Krankenhaus-Leitung vom UKE in Hamburg in enger Abstimmung mit dem Institut für Rechtsmedizin am UKE.
Daher müssen wir sicherstellen, dass unsere Nachricht in aller Deutlichkeit per Mail, Briefpost und Telefon an
die nachfolgend benannten Institutionen gerichtet wird. Die ausführliche Begründung dieser notwendigen
Brief-, Fax-, und Emailaktion findet ihr in der beigefügten Presseerklärung der Black Community: 20190603 MBOBDA-StAW_03_PresseErklärung.

Die Vorlage für die Brief-, Fax-, und Emailaktion findet ihr hier: 20190603 MBOBDA-StAW_02_Aufruf zur Briefaktion.

#JusticeForMbobda DEMO 25.05.2019: DEMOROUTE

#JusticeForMbobda
Demoroute
Hamburg Sa. 25.05.2019
Ablauf/Spots:

12:00 Start UKE
13:00 Abmarsch
13:45 U-Bahn Hoheluft-Brücke
15:00 Dammtor-Bahnhof (Uni-Gelände)
15:30 U-Bahn Gänsemarkt
16:00 Jungfernstieg (Europa Passage/Alsterhaus)

Die Black Community ist eingeladen in roter/schwarzer/grüner Kleidung zu kommen, das Wetter wird gut.

Weiterhin sind alle Teilnehmer eingeladen Blumen und Kerzen mitzubringen.

Die Daten als PDF: 20190525 DemoRoute

Black Community in Hamburg
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Pressemitteilung der Black Community Hamburg

Pressemitteilung der Black Community Hamburg

Hamburg, den 21. Mai 2019

Familie Tonou-Mbobda fordert sofortige Freigabe des rechtsmedizinischen Untersuchungsberichtes und eine zweite, unabhängige Begutachtung

Die Familie Tonou-Mbobda zeigt sich schockiert über die bereits in mehreren Medien veröffentlichten „vorläufigen“ Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen am UKE Hamburg sowie die Stellungnahme des Universitätsklinikums an den Senat der Universität Hamburg,
in denen ein „Herzversagen“ als Todesursache behauptet wird.
Sie betont, dass ihr bisher keinerlei körperliche oder „angeborene“ Vorerkrankungen des 34-Jährigen bekannt gewesen oder bekanntgemacht worden sind – insbesondere auch nicht durch das UKE selbst.

Es ist unakzeptabel, dass dem verantwortlichen Krankenhaus der vorläufige rechtsmedizinische Untersuchungsbericht offenbar vorliegt, während er den Angehörigen vorenthalten wird. Diese
fordern daher Transparenz durch die unverzügliche Vorlage aller bisher bekannten, offiziellen Untersuchungsergebnisse.

Aufgrund des bisherigen Verlaufes der Ermittlungen und der bekannten Stellungnahmen des UKE zu diesem Verlauf sowie dessen Ursachen und Verantwortlichkeiten hat die Familie ein begründetes Misstrauen in die von der Rechtsmedizin des UKE geleiteten Untersuchungen zu Todesursache und -umständen. Diese Umstände behindern bzw. beeinträchtigen den Trauer- und Verarbeitungsprozess der Angehörigen zutiefst.

Die Familie Tonou-Mbobda hat sich deswegen entschlossen, eine zweite und unabhängige Obduktion zu beauftragen, wofür die Vorlage der bisherigen ersten Untersuchungsberichtes erforderlich ist.
Die Black Community Hamburg unterstützt die Forderung der Familie Tonou-Mbobda zur Freigabe des vorläufigen Untersuchungsberichtes sowie der Durchführung von unabhängigen Untersuchungen und Expertisen im Fall.

Da die Kosten für der Expert*innengutachten erfahrungsgemäß erheblich sein werden, bitten wir um solidarische Mithilfe bei der Finanzierung dieser Kampagne durch Spenden.
Zur Unterstützung von notwendigen Untersuchungen zur Aufklärung des Falles hat die Black Community die Kampagne
#JusticeForMbobda ins Leben gerufen und in deren Rahmen eine
Spendenkampagne zur Finanzierung gestartet.

Black Community in Hamburg
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ALD 2019: Demonstration #JUSTICEFORMBOBDA [EN/FR/ES]

Justice for Mbobda!

Call for our demonstration on the African Liberation Day

#JusticeForMbobda

On the 21st of April 2019, the African student Tonou Mbobda was killed by a racist and brutal assault by “security“ forces of the University Hospital Hamburg (UKE). The act of violence occurred on Sunday morning in the Department of Psychiatry, at building W37 of the UKE. Tonou Mbobda did not want to take the prescribed medication and on that morning he went out of the building. He had volunteered to go in to the hospital and was free to leave the building whenever he wanted.

According to eyewitnesses, Tonou Mbobda sat outside on a bench and relaxed. He had shown no aggressive behavior when the staff of the UKE „Security“ tackled him and threw him to the ground. The witnesses also report that he was tortured and kicked with their knees until he lost consciousness and was given an injection. He was also fixed and strangled on the ground. He complained that he could not breathe before losing consciousness. After unsuccessful resuscitation attempts on the ground, Tonou Mbobda was taken to the emergency intensive care unit of the UKE in an ambulance, where the resuscitation attempts continued.
The machine which enabled his heart to beat again in the meantime, was shut down on Friday 26th of April, and his death was officially confirmed.

After the attack, the UKE made no effort to contact the family of Tonou Mbobda, to inform them and to provide clarification. On the contrary: the UKE first spoke publicly about a „medical incident“ and refused to give further communication concerning the incident. They quickly began to justify the crime: they degraded and criminalized the victim, drawing the picture of a „dangerous“ and mentally ill black man, who was himself responsible for his murder. From the beginning, they denounced and stigmatized his fellow patients and denied the perceptual ability of the various witnesses. They relativize the violence and protect the perpetrators until today.
Instead of investigations, the hospital management pretends that Tonou Mbobda, who went to the UKE without physical pre-existing conditions, could have died without the attack. The medical and political leaders continue to be indifferent, defensive and have still not come to any conclusions.

Structural anti-black racism is the main reason for the killing of Tonou Mbobda, and the handling of the crime. The Hamburg University Hospital is a white institution – racist practices and the corresponding impunity of the perpetrators already have a historical continuity there.Iin the 20th century, the skulls of Africans and other oppressed peoples who were murdered, were gathered and kept in the UKE.

We also recall more recently, Achidi John, who was tortured to death in December 2001 by a doctor of the UKE. He was forcibly fed an emetic by a probe. Also in this case, up till today no responsible person has been held accountable. Instead, they have been promoted: Politically responsible persons like the former senator for domestic affairs, Olaf Scholz, is now German Vice Chancellor; those involved from the UKE are now the director of the institute (Klaus Püschel), and senior physician (Ute Lockemann) in forensic medicine. Ironically, the body of Tonou Mbobda is going to be examined in this same forensic department of UKE.

Any one of us People of African heritage could have been a victim of these crimes, which reflect the racist and inhumane perception of us as “aggressive“, “violent“, and generally suspicious . Regardless of external circumstances or personal situations, we are then subjected to brutal or even lethal force instead of compassion. Racism is a system of dehumanization and hierarchization. It is the ideology of white supremacy, a conceived justification for violence, exploitation and oppression, violence through enslavement, colonialism and imperialism.

The fight for justice for Mbobda is inextricably linked to the daily and worldwide struggles against a whole system of racist oppression. This system has now claimed another victim and we mourn with the entire family and friends from all over the world. We will honour the memory of the murdered. It is our task to provide clarification, justice and responsibility, to defend ourselves against the systematic racist oppression at all levels in this society, as well as any stigmatization and coercion of mentally burdened people and to advocate for the clarification of racist and inhumane crimes.

The Black Community calls for a nationwide demonstration in memory of Tonou Mbobda on African Liberation Day, May 25, 2019! 

The African Liberation Day is celebrated annually in large parts of Africa and among the African Diaspora. It is an expression of our ongoing quest for liberation, unity and self-determination.
On May 25, 1963, numerous African states founded the „Organization of African Unity“ in Addis Abeba (Ethiopia), calling for the „African Liberation Day“, later to be called „Africa Day“. This day is an expression of the African struggle for justice and anti-colonial resistance.
On this day, the combined strength of the unity of all Black people on the Continent, and in the Diaspora, is the focus of our daily and diverse struggles. The work of complete liberation and unification of Africa is far from over.
Furthermore, in Africa there are still boundaries that were created by the former colonial masters in 1884/1885 in Berlin. During this age of neo-colonialism, our natural resources and labor are still exploited by foreign powers and the elites.

Presently, Black people around the world are being disrespected, abused and killed.
To fight back, we must join forces, stand together, enlighten ourselves, coordinate our abilities and shape our lives with self-determination and in solidarity – no one will do anything for us, we must take it into our own hands!

Only unity and the collective struggle for freedom give us the means to expose the system of white supremacy. To expose their racist crimes, to hold the perpetrators accountable, to demand reparations and to bring about justice and peace for our murdered ancestresses and ancestors.

In times of global warfare, economic plundering, continued environmental destruction, and the emergence of openly racist and inhumane positions, we encourage all Black people and people of solidarity to exhibit a forceful presence on this day against racism and xenophobia, heteronormity and repression, exploitation and oppression, and continuous global destruction of our culture and environment.

We call for an end to war and expulsion, an end to the murderous fortress of Europe, an end to the theft of our life force and resources. We call for an end to the systematic, institutional racism and the everyday racism that destroys and at times ends the lives our sisters and brothers in camps and jails, police stations and hospitals, on streets and squares.

DECLARATION – JUSTICE – RESPONSIBILITY!

Demonstration:

Saturday, 25.05.2019 | 12.00 clock
Location: UKE – Building W37 / main entrance
Martinistrasse 52, 20251 Hamburg

TOUCH ONE – TOUCH ALL!

Black Community Hamburg
Black Community Germany


+++FR+++

Justice pour Mbobda!

Appel à Manifester lors de la Journée de la Libération Africaine (le 25 mai 2019)

#JusticeForMbobda

Le dimanche 21 avril 2019, l’étudiant africain Tonou Mbobda a été tué suite à une agression raciste et brutale des agents de „sécurité“ de l’Hôpital Universitaire de Hambourg (UKE). Ce crime violent s’est produit à l’Unité de Psychiatrie, Bâtiment W37 de l’UKE. Ce matin-là, Tonou Mbobda n’avait pas voulu prendre les médicaments et est sorti de l’immeuble. Il était allé volontairement à l’hôpital et était libre de quitter le bâtiment quand il le voulait.

Selon des témoins oculaires, Tonou Mbobda s’est assis paisiblement à l’extérieur sur un banc et se détendait. Il n’avait montré aucun comportement agressif lorsque, brusquement, les agents de „sécurité“ de l’UKE lui ont sauté dessus et l’ont jeté à terre. Les témoins ont également signalé qu’ils lui ont donné des coups de pieds et de genoux jusqu’à ce qu’il perde connaissance et c’est là qu’ils lui ont administré une injection. En outre, Il était immobilisé au sol et étranglé. Il s’est plaint de ne plus pouvoir respirer. Après des tentatives infructueuses de réanimation sur place, Tonou Mbobda a été emmené à l’unité de soins intensifs d’urgence de l’UKE dans une ambulance dans laquelle la tentative de réanimation a continué. Mis sous coma artificiel, les appareils qui maintenaient battant son cœur ont finalement été débranchés le vendredi 26 avril où il a été officiellement déclaré mort.

Après le crime, l’Hôpital Universitaire de Hambourg (UKE) n’a fait aucun effort pour trouver la famille de la victime, l’informer et élucider le crime. Au contraire, les dirigeants de l’UKE ont d’abord parlé publiquement d’un simple „incident médical“ et ont refusé de communiquer sur ce qu’il s’était passé. Puis, ils ont rapidement commencé à justifier le crime en dénigrant et en criminalisant la personne tuée, dressant ainsi le faux portrait d’un Noir soi-disant „dangereux“ et souffrant de maladie mentale qui serait responsable de son propre assassinat. Dès le début, ils ont infantilisé et stigmatisé les co-patient/es de la victime et remis en cause la justesse de la perception des différents témoins. Ils relativisent la violence des auteurs de ce meurtre et les protègent jusqu’aujourd’hui.

Au lieu d’élucider le crime, la direction de l’hôpital prétend que Tonou Mbobda, qui s’était rendu à l’UKE sans condition médicale préexistante, aurait tout aussi bien pu mourir sans la violence que les coupables ont exercée sur lui. Les responsables médicaux et politiques continuent d’être indifférents, se mettent sur la défensive et n’ont toujours tiré aucune conséquence de ce crime. Le racisme structurel et anti-Noir est à la base de l’assassinat de Tonou Mbobda et de la manière inacceptable dont ce crime est géré. En effet, l’Hôpital Universitaire de Hambourg (UKE) est une institution blanche, les pratiques racistes et l’impunité des coupables y ont une continuité historique. Déjà au 20e siècle, les crânes d’Africain/es assassiné/es et d’autres peuples opprimés y étaient collectionnés.

Nous nous souvenons également et en particulier du cas plus récent d’Achidi John, qui avait été torturé à mort en décembre 2001 par une femme médecin de l’UKE. Elle lui avait introduit de force une sonde avec vomitif dans le nez.

Encore une fois, aucune des personnes coupables n’a été tenue responsable jusqu’à aujourd’hui. Au lieu de cela, elles ont plutôt obtenu des promotions. Par exemple celui qui est politiquement responsable de l’assassinat du Frère Achidi John, l’ancien Sénateur de l’Intérieur de Hambourg, Olaf Scholz, est aujourd’hui Vice-Chancelier de l’Allemagne. Les coupables de l’UKE Mr. Klaus Püschel et Mme Ute Lockemann sont devenu/es respectivement Directeur et Cheffe-Médecin de l’Institut Médico-Légal de l’Hôpital Universitaire de Hambourg (UKE). Ironiquement, c’est dans ce même Institut Médico-Légal que le corps de Tonou Mbobda est maintenant autopsié.

L’assassinat raciste de Mbobda aurait pu arriver à n’importe laquelle / lequel d’entre nous en tant que Noir/es. Ces crimes reflètent la perception raciste et inhumaine des Noir/es en tant que soi-disant „agressifs/ves“, „violent/es“ et donc fondamentalement toujours suspect/es et coupables. Quelque soient les circonstances extérieures ou les situations personnelles, nous ne sommes jamais traité/es avec empathie et compassion, mais nous sommes toujours l’objet de violence brutale, voire mortelle. Le racisme est un système de déshumanisation et de hiérarchisation. C’est l’idéologie de la suprématie blanche, une fausse justification forgée pour légitimer la violence, l’exploitation, l’oppression, l’esclavage, le colonialisme et l’impérialisme.

La Lutte pour la Justice pour Mbobda est inextricablement liée aux luttes quotidiennes et mondiales menées contre tout le système d’oppression raciste. Ce système a maintenant fait une autre victime et nous pleurons avec toute la famille et les ami/es à travers le monde entier. Nous honorerons la mémoire du défunt. Nous avons pour devoir de nous battre pour obtenir l’Élucidation de ce crime, la Justice et la Punition des coupables et des responsables, de nous défendre contre l’oppression raciste systématique à tous les niveaux de la société, de mettre fin à la stigmatisation et au traitement médical forcé des gens mentalement stressé/es et de se battre pour l’élucidation des crimes racistes et inhumains.

C’est pourquoi la Communauté Noire appelle à une Manifestation Nationale à la Mémoire de Tonou Mbobda lors de la Journée de la Libération Africaine-ALD, le 25 mai 2019!

La Journée de la Libération Africaine-ALD est célébrée chaque année dans une grande partie de l’Afrique et de la Diaspora Noire. Elle reflète notre quête constante de Liberté, d’Unité et d’Indépendance (Autodétermination). Le 25 mai 1963, de nombreux États Africains ont créé l’Organisation de l’Unité Africaine-OUA à Addis-Abeba (Éthiopie), lançant ainsi la „Journée de la Libération Africaine“ (qui s’appellera aussi „Journée de l’Unité Africaine“ ou tout simplement „Journée de l’Afrique“). Cette journée est le symbole et la commémoration de la lutte pour la justice et de la résistance anticoloniale des Africain/es. La force provenant de l’union de toutes/tous les Noir/es du Continent et de la Diaspora est le moteur de nos luttes quotidiennes et diverses en ce jour symbolique.

Le travail de libération et d’unification complète de l’Afrique n’est toujours pas achevé. En outre, les frontières imposées par les puissances impérialistes en 1884/1885 à Berlin existent encore en Afrique. À l’ère du néocolonialisme, nos richesses naturelles et notre travail continuent d’être exploité/es par les puissances étrangères et les élites qu’elles ont imposées au pouvoir en Afrique.

Jusqu’aujourd’hui, les Noir/es ne sont pas respecté/es, sont maltraité/es et sont tué/es à travers le monde. Pour y mettre fin, nous devons rassembler nos forces, nous unir et nous soutenir mutuellement, mettre nos connaissances et nos compétences en commun, et organiser notre vie de manière indépendante, autodéterminée et solidaire – personne ne le fera pour nous si nous ne prenons pas nous-mêmes les choses entre nos mains!

Seules l’unité et la lutte collective pour la liberté nous donneront les moyens de lutter efficacement contre le système de la suprématie blanche, d’élucider leurs crimes racistes, de punir les coupables et responsables, d’exiger des réparations et d’apporter Justice et Paix à nos Ancêtres assassiné/es.

En cette ère de guerres à l’échelle mondiale, de pillage économique, de dégradation avancée de l’environnement et d’affirmation sans états d’âme de positions ouvertement racistes et inhumaines, nous appelons toutes/tous les Noir/es et les personnes solidaires à prendre fermement position et à lancer un signal citoyen fort en ce jour contre le racisme et la xénophobie, la répression, l’exploitation et l’oppression, et ainsi que contre la domination étrangère, la destruction à travers le monde de notre nature, de notre culture et de notre environnement

Nous exigeons la fin des guerres et des expulsions (déportations), la fin de la forteresse meurtrière de l’Europe et du vol de notre vitalité et de nos ressources. Nous exigeons la fin du racisme systématique, institutionnel et du racisme quotidien qui tuent nos Sœurs et nos Frères dans les camps et les prisons, les commissariats de police et les hôpitaux, dans les rues et sur les routes.

ÉLUCIDATION DU CRIME – JUSTICE – PUNITION DES COUPABLES ET DES RESPONSABLES!

Manifestation:
Samedi, 25.05.2019 | 12h00
Lieu: l’Hôpital Universitaire de Hambourg (UKE)
Bâtiment W37 / Entrée principale
Martinistrasse 52, 20251 Hambourg

QUI TOUCHE A L’UN/E DE NOUS S’ATTAQUE A NOUS TOUS/TES! («TOUCH ONE, TOUCH ALL»)

Communauté Noire à Hambourg

Communauté Noire en Allemagne


+++ES+++

Justicia para Mbobda!

Convocatoria de nuestra manifestación en el día de la liberación Africana

#JusticeForMbobda

El 21 de abril de 2019, el estudiante africano Tonou Mbobda fue asesinado por un ataque racista y brutal de las fuerzas de „seguridad“ del Hospital Universitario de Hamburgo (UKE). La violencia tuvo lugar ese domingo por la mañana en la Clínica Psiquiátrica, edificio W37 de la UKE. Tonou Mbobda no quiso tomar la medicación que le habían recetado y abandonó el edificio esa mañana. Anteriormente se había ofrecido como voluntario para ir al hospital y era libre de abandonar el edificio cuando quisiera.

Según testigos, Tonou Mbobda se sentó afuera en un banco y se relajó. No había mostrado ningún comportamiento agresivo cuando el personal de „Seguridad“ de UKE lo agarró y lo tiró al suelo. L@s testig@s también informan que fue arrodillado y pateado hasta que perdió el conocimiento y recibió una inyección. También fue fijado al suelo y se ahogó. Se quejó de que no podía respirar. Tras los intentos de reanimación, Tonou Mbobda fue trasladado a la unidad de cuidados intensivos de emergencia en una ambulancia de la UKE, en la que se continuó su reanimación.
El equipo de reanimación, que entretanto mantuvo su corazón latiendo de nuevo, fue apagado el viernes 26 de abril y su muerte fue oficialmente registrada.

La UKE no hizo ningún esfuerzo después del evento de localizar e informar a la familia de la víctima… Al contrario, cuando la UKE decidió hablar públicamente por primera, refirió al ataque, como un „incidente médico“ y negó más comunicación de lo que estaba pasando. Rápidamente comenzaron a justificar el crimen: humillaron y criminalizaron a la víctima dibujando un retrato de un hombre negro „peligroso“ y mentalmente enfermo, que era culpable de su propio asesinato. Desde el principio, incapacitaron y estigmatizaron a l@s compañer@s ‘pacientes’ de la víctima y negaron la participación de distintos testigos. Ellos relativizan la violencia y se protegen contra los perpetradores hasta el día de hoy.

En lugar de educar, la dirección del hospital pretende que Tonou Mbobda, que fue a la UKE sin enfermedades físicas previas, podría haber muerto sin la violencia. L@s responsables médicos y políticos se muestran aún más indiferentes, van en actitud defensiva y todavía no han sacado ninguna consecuencia.

El racismo estructural y anti-negro es una causa central del asesinato de Tonou Mbobda y del manejo del crimen. El Hospital Universitario de Hamburgo es una institución blanca, de prácticas racistas y la correspondiente impunidad de los autores ya tienen una continuidad histórica allí. Ya en el siglo XX, conservaban cráneos de victimas africanas y otros pueblos oprimidos, que fueron asesinados.

También recordamos a Achidi John, que fue torturado hasta la muerte por un médico de UKE en diciembre de 2001. Fue inyectado a la fuerza con un emético por una sonda. También aquí, hasta hoy ningún responsable. El ex senador del Interior, Olaf Scholz, es ahora el vicecanciller alemán, los participantes en la UKE son ahora directores del Instituto (Klaus Püschel) y médicos experimentados (Ute Lockemann) en medicina forense. Es precisamente en esta medicina forense de la UKE, que se examinara el cuerpo de Tonou Mbobda.

Este acto podría haberle ocurrido a cualquiera de nosotros como negros, tales actos reflejan la percepción racista y despectiva de los negros como „agresivos“, „violentos“ y, por lo tanto, fundamentalmente „inhumanos“. Independientemente de las circunstancias externas o de las situaciones personales, somos sometidos a una violencia brutal y mortal, como compasión. El racismo es un sistema de deshumanización y jerarquización. Es la ideología de la dominación blanca, como una justificación imaginaria para la violencia, la explotación y la opresión a través de la esclavitud, el colonialismo y el imperialismo.

La lucha por la justicia para Mbobda está inextricablemente ligada a las luchas diarias y globales contra todo un sistema de opresión racista. Este sistema se ha cobrado otra víctima y lloramos con toda la familia y amigos de todas partes del mundo. Honraremos la memoria de la víctima. Es nuestra tarea asegurar la iluminación, la justicia y la responsabilidad de defendernos contra la opresión racista sistemática en todos los niveles de esta sociedad así como de la estigmatización y el tratamiento coercitivo de los derechos humanos. Tenemos que poner fin a la carga psicológica de las personas y defenderlos de los delitos racistas e inhumanos.

Por lo tanto, la Comunidad Negra de Hamburgo llama a una manifestación nacional en memoria de Tonou Mbobda en el día de la liberación Africana el 25 de mayo de 2019!

El Día de la Liberación Africana se celebra anualmente en gran parte de África y de la diáspora africana y es una expresión de nuestra búsqueda incesante de liberación, unidad y autodeterminación.

El 25 de mayo de 1963, numerosos países africanos fundaron la „Organización para la Unidad Africana“ en Addis Abeba (Etiopía) y proclamaron ese día el „Día de la Liberación Africana“, que más tarde se denominó también el „Día de África“. Este día es una expresión de la lucha africana por la justicia y la resistencia anticolonial. El poder concentrado de la unidad de todos los negros del continente y de la diáspora está en este día en el centro de nuestras luchas cotidianas y de las diversas luchas. La obra de la liberación y unificación completa de África no se ha llevado a cabo hasta el día de hoy.

Además, todavía existen fronteras en África que fueron decididas por las grandes potencias en Berlín en 1884/1885. En la era del neocolonialismo, nuestras riquezas naturales y nuestra fuerza laboral siguen siendo dominadas por las grandes potencias extranjeras y las élites.

Hasta el día de hoy, los negros de todo el mundo siguen siendo ignorados, maltratados y asesinados. Por otro lado, debemos unirnos, defendernos unos a otros, combinar nuestros conocimientos y habilidades y dar forma a nuestras vidas en maneras de autodeterminación y solidaridad; ¡nadie lo hará por nosotros!

Sólo la unificación y la lucha colectiva por la libertad nos dan los medios para exponer el sistema de dominación blanca, para resolver sus crímenes racistas, para llevar a los perpetradores ante la justicia, para exigir reparaciones y para llevar justicia y paz a nuestros antepasad@s asesinados.

En tiempos de guerra mundial, saqueo económico, continua destrucción del medio ambiente y el fortalecimiento de posiciones abiertamente racistas e inhumanas, hacemos un llamado a todas las personas negras y solidarias para que envíen un mensaje firme en este día contra el racismo y la misantropía, la dominación extranjera y la represión, la explotación y la opresión, así como contra la destrucción mundial de nuestra cultura y nuestro medio ambiente.

Exigimos el fin de la guerra y la expulsión, el fin de la fortaleza asesina de Europa, el fin del robo de nuestra vitalidad y de nuestros recursos. Exigimos que se ponga fin al racismo sistemático e institucional y al racismo cotidiano que se cobra la vida de nuestros hermanos y hermanas en campos y cárceles, comisarías de policía y hospitales, calles y plazas.

ILUMINACIÓN – JUSTICIA – RESPONSABILIDAD!

Demostración:
Sábado, 25.05.2019 | 12.00 en punto
Ubicación: UKE – edificio W37 / entrada principal
Martinistraße 52, 20251 Hamburgo, Alemania

TOQUE UN@ – TOQUE TOD@S!

Comunidad Negra de Hamburgo
Comunidad Negra de Alemania

Downloads (PDF):

Flyer (FR)

Flyer (EN)

Flyer (ES)

Flyer (DE)

Poster A2 (DE)

Aufruf zur Demonstration am Tag der Befreiung Afrikas

#JusticeForMbobda

Am 21. April 2019 wurde der Afrikanische Student Tonou Mbobda durch einen rassistischen und brutalen Übergriff von “Sicherheits-“Kräften des Universitätsklinikums Hamburg (UKE) getötet.
Die Gewalttat trug sich an jenem Sonntag früh in der Klinik für Psychiatrie, dem Gebäude W37 des UKE zu. Tonou Mbobda wollte die ihm verschriebenen Medikamente nicht einnehmen und begab sich an diesem morgen aus dem Gebäude heraus. Er hatte sich vor Kurzem freiwillig in das Krankenhaus begeben und es stand ihm eigentlich frei, das Gebäude zu verlassen, wann er will.

Laut Augenzeug_innen saß Tonou Mbobda draußen auf einer Bank und entspannte sich. Er hatte kein aggressives Verhalten gezeigt, als die Mitarbeiter des UKE- “Sicherheitsdienstes“ ihn anpackten und zu Boden warfen. Weiter berichten die Zeug_innen, dass er mit Knien traktiert und getreten wurde, bis er das Bewusstsein verlor und dass er dann eine Spritze verabreicht bekam. Außerdem wurde er am Boden fixiert und gewürgt. Er beklagte sich, keine Luft zu bekommen. Nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen vor Ort wurde Tonou Mbobda mit einem Krankenwagen, in dem die Reanimation fortgesetzt wurde, in die Notfall-Intensivstation des UKE gebracht.
Die Geräte dort, die sein Herz zwischenzeitlich wieder schlagen ließen, wurden am Freitag, den 26. April abgestellt und sein Tod offiziell festgestellt.

Das UKE unternahm nach der Tat keine Anstrengungen, die Familie des Betroffenen ausfindig machen, sie zu informieren und für Aufklärung zu sorgen. Im Gegenteil: Das UKE sprach zunächst öffentlich von einem „medizinischen Zwischenfall“ und verweigerte die weitere Kommunikation zum Geschehen. Und sie begannen schnell mit der Rechtfertigung der Tat: Sie entwürdigten und kriminalisierten den Getöteten, indem sie das Bild von einem „gefährlichen“ und psychisch kranken Schwarzen Mann zeichnen,
der selbst die Schuld für seine Ermordung trägt. Sie entmündigten und stigmatisierten von Anfang an die Mitpatient_innen des Getöteten und stellten die Wahrnehmungsfähigkeit der verschiedenen Zeug_innen in Abrede. Sie relativieren die Gewalt und stellen sich bis heute schützend vor die Täter.
Anstatt die Gewalttat aufzuklären, tut die Krankenhausleitung sie so, als ob Tonou Mbobda, der sich ohne innere Vorerkrankungen ins UKE begab, auch ohne die Gewalteinwirkung einfach so hätte versterben können. Die medizinischen und politischen Verantwortlichen zeigen sich weiterhin gleichgültig, gehen in Abwehrhaltung und haben es immer noch nicht geschafft, Konsequenzen zu ziehen.

Struktureller, Anti-Schwarzer Rassismus ist eine zentrale Ursache für die Ermordung von Tonou Mbobda und für den Umgang mit der Tat. Das Hamburger Universitätsklinikum ist eine weiße Institution, rassistische Praktiken und die entsprechende Straflosigkeit der Täter*innen haben bereits eine längere Vorgeschichte. Dort wurden schon im 20. Jahrhundert die Schädel von ermordeten
Afrikaner*innen und von weiteren unterdrückten Völkern gesammelt.

Wir erinnern aus jüngerer Zeit auch und insbesondere an Achidi John, der im Dezember 2001 durch eine Ärztin des UKE zu Tode gefoltert wurde. Hierbei wurde ihm gewaltsam ein Brechmittel durch eine Sonde eingeflößt. Bis heute wurde keine verantwortliche
Person dafür zur Rechenschaft gezogen. Stattdessen sind sie aufgestiegen: Politisch Verantwortliche, z.B. der damalige Innensenator Olaf Scholz ist heute deutscher Vizekanzler, die Beteiligten am UKE sind Institutsleiter (Klaus Püschel) und Oberärztin (Ute Lockemann) in der Rechtsmedizin. Ausgerechnet in dieser UKE-Rechtsmedizin wird nun auch die Leiche von Tonou Mbobda untersucht.

Diese Tat hätte jede_n von uns als Schwarze Menschen treffen können, solche Situationen spiegeln die rassistische und menschenverachtende Wahrnehmung gegenüber Schwarzen Menschen als „aggressiv“, „gewalttätig“ und somit grundsätzlich
verdächtig wieder. Unabhängig von äußeren Umständen oder persönlichen Situationen werden wir dann eher mit brutaler bis tödlicher Gewalt, als mit Mitgefühl konfrontiert. Rassismus ist ein System der Entmenschlichung und Hierarchisierung. Es ist die Ideologie
der weißen Vorherrschaft, ein ausgedachte Rechtfertigung für Gewalt durch Ausbeutung und Unterdrückung, Gewalt durch Versklavung, Kolonialismus und Imperialismus.

Der Kampf um Gerechtigkeit für Mbobda ist untrennbar verbunden mit den alltäglichen und weltweiten Kämpfen gegen ein ganzes System der rassistischen Unterdrückung. Dieses System hat nun ein weiteres Opfer gefordert und wir trauern mit der gesamten Familie und mit Freund_innen aus allen Teilen dieser Welt. Wir werden das Andenken des Getöteten in Ehren halten. Es ist unsere Aufgabe für Aufklärung, Gerechtigkeit und Verantwortung zu sorgen, uns gegen die systematische, rassistische Unterdrückung auf allen Ebenen in dieser Gesellschaft zu wehren, sowie jede Stigmatisierung und Zwangsbehandlung von
psychisch belasteten Menschen zu beenden und für die Aufklärung von rassistischen und menschenverachtenden Verbrechen einzutreten.

Deshalb ruft die Black Community Hamburg zu einer bundesweiten Demonstration in Gedenken an Tonou Mbobda zum Tag der Befreiung Afrikas am 25. Mai 2019 auf!

Der Tag der Befreiung Afrikas wird jährlich in großen Teilen Afrikas und der Afrikanischen Diaspora gefeiert und ist Ausdruck unseres ungebrochenen Strebens nach Befreiung, Einheit und Selbstbestimmung.
Am 25. Mai 1963 gründeten zahlreiche Afrikanische Staaten, die sich aus den Ketten des Kolonialismus befreit hatten in Addis Abeba (Äthiopien) die „Organisation der Afrikanischen Einheit“ und riefen damit den „Tag der Befreiung Afrikas“ aus, der später auch „Afrika-Tag“ genannt wurde. Dieser Tag ist ein Ausdruck des Afrikanischen Kampfes um Gerechtigkeit.
Die gebündelte Kraft der Einheit aller Schwarzen Menschen auf dem Kontinent und in der Diaspora steht an diesem Tag im Mittelpunkt unserer alltäglichen und vielfältigen Kämpfe. Das Werk der kompletten Befreiung und Vereinigung Afrikas ist bis heute nicht vollbracht.
Weiterhin gelten in Afrika noch Grenzen, die von den Großmächten 1884/1885 in Berlin beschlossen wurden. Im Zeitalter des Neokolonialismus werden unsere natürlichen Reichtümer und unsere Arbeitskräfte weiterhin von fremden Großmächten und den Eliten
ausgebeutet.

Bis heute werden Schwarze Menschen auf der ganzen Welt missachtet, misshandelt und getötet. Dagegen müssen wir uns zusammenschließen, für einander einstehen, unser Wissen und Können bündeln und unser Leben selbstbestimmt und solidarisch gestalten – es wird niemand für uns tun, wenn wir es nicht in unsere eigenen Händen nehmen!

Nur die Vereinigung und der kollektive Freiheitskampf gibt uns die Mittel, das System der weißen Vorherrschaft zu entlarven, ihre rassistischen Verbrechen aufzuklären, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, Reparationen einzufordern und Gerechtigkeit und Frieden für unsere ermordeten Ahn*innen zu finden.

In Zeiten weltweiter Kriegsführung, wirtschaftlicher Ausplünderung, fortgesetzter Umweltzerstörung und des Erstarkens von offen rassistischen und menschenverachtenden Positionen, rufen wir alle Schwarzen und solidarischen Menschen dazu auf, an diesem Tag ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit, Fremdbestimmung und Repression, Ausbeutung und Unterdrückung, sowie die globale Zerstörung unserer Kultur und Umwelt zu setzen.

Wir wollen ein Ende von Krieg und Vertreibung, ein Ende der mörderischen Festung Europa, ein Ende des Raubes unserer Lebenskraft und unserer Ressourcen. Wir wollen ein Ende des systematischen, institutionellen Rassismus und des Alltagsrassismus, der unseren Schwestern und Brüder in Lagern und Knästen, Polizeiwachen und Krankenhäusern, auf Straßen und Plätzen das Leben nimmt.

AUFKLÄRUNG – GERECHTIGKEIT – VERANTWORTUNG!

Demonstration:

Samstag, den 25.05.2019 | 12.00 Uhr
Ort: UKE – Gebäude W37 / Haupteingang
Martinistraße 52, 20251 Hamburg

TOUCH ONE – TOUCH ALL!

Black Community Hamburg
Black Community Deutschland


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Pressemitteilung der Black Community Hamburg vom 15.05.2019 (PDF):

PM JusticeForMbobda (15.5.2019) in Bezugnahme auf Statement UKE an Uni Hamburg

Pressemitteilung der Black Community

 

Die Black Community fordert vom UKE eine transparente Aufklärung der Vorgänge und keine scheinheilige Trauerbezeugung (durch Niederlegung eines Trauerkranzes am Ort des tödlichen Übergriffes)

Wir, Mitglieder, Vereine und Organisationen aus der Black Community in Hamburg und in Deutschland, sind entsetzt über die tendenziöse und beleidigende Darstellung der Vorgänge rund um den Tod unseres Bruders Tonou Mbobda durch das Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) Hamburg vom 30.04.2019.

In diesem Dokument an den Senat der Universität Hamburg, welches nicht offiziell unterzeichnet wurde, aber dennoch verschiedenen Medien zugänglich gemacht wurde, sind eine Vielzahl an Unterstellungen und Behauptungen aufgeführt, die ausschließlich dazu dienen sollen, von der eigenen Verantwortung des UKE für diesen Todesfall abzulenken.

Bereits in der Einleitung des Dokumentes wird auf einen „ganz ähnlichen Fall“ (vom 30.04.2019) verwiesen, der mit den Vorgängen, die zum Tod von Tonou-Mbobda geführt haben, nicht im Zusammenhang stehen.
Diese fallfremde Einbeziehung ist bereits ein klares Indiz dafür, dass dem UKE vordergründig daran gelegen ist, den Tod von Schutzbefohlenen Patient*innen zu „normalisieren“, als die eigenen Fehler und Verantwortlichkeiten zu benennen, zu analysieren und zukünftig abzustellen. Diese verantwortungslose Einstellung wird im letzten Satz am Ende des Schreibens nochmals eindrücklich betont: „Falls sich Fehler oder schuldhaftes Verhalten zeigen, werden wir natürlich reagieren.“

Das UKE verletzt in seinem Schreiben an den Senat ganz klar die Persönlichkeitsrechte des Patienten und die ärztliche Schweigepflicht, indem ärztliche Diagnosen und Deutungen von Verhaltensweisen des durch Handlungen von UKE Mitarbeiter*innen verstorbenen Patienten mitgeteilt werden. Eine dafür notwendige Entbindung von der Schweigepflicht durch die Familie liegt nicht vor.

Durch diese Angaben und Bezeichnungen betreibt das UKE eine Stigmatisierung des Patienten und von Menschen, die einer Gesellschaft, in der ständig von Integration und Inklusion gesprochen wird, in keiner Weise gerecht wird. Das UKE betont seine „Fürsorgepflicht“ gegenüber seinen Mitarbeiter*innen – einen Verweis auf die Fürsorgeverpflichtungen gegenüber Patient*innen findet sich hingegen nicht.

Das Dokument vom UKE beschreibt die Abläufe am 21.04.2019 im Weiteren sorgfältig ausgewählt und scheinbar objektiv. Aber in dieser Beschreibung fehlen leider einige ganz wesentliche Faken:
– Der Patient hat sich selbst in Behandlung begeben und wollte einfach nur ärztliche Unterstützung
– Zum Zeitpunkt des brutalen, tödlichen Übergriffes durch die Sicherheitskräfte lag der Antrag auf Unterbringung an die Ordnungsbehörde Altona noch nicht vor
– Die Tatsache, dass die Beschäftigten des Sicherheitsdienstes einen Patienten, der sich vor dem Gebäude W37 aufhielt, aufgegriffen, auf den Boden geworfen, mit Schlägen und
Tritten traktiert und dann mit mehreren Personen fixiert haben, wird nicht erwähnt
– Genauso wenig wird erwähnt, dass dieser ganze Vorgang solange gedauert hat, dass anwesende Zeugen sich gezwungen sahen, die Polizei zu rufen

Ein weiteres Zeichen für den manipulativen Charakter des Dokumentes des UKE ist die faktische Vor-feststellung nach dem Einleitungsteil, dass der Tod aufgrund einer „kardialen Komplikation“ eingetreten sei, obwohl doch weiter unten letztlich zu lesen ist: „Der Abschlussbericht (der Gerichtsmedizin) wird abzuwarten sein.“

Das UKE schreibt in seiner Stellungnahme, dass der Vorstand „empört über das medial erzeugte Klima der Vorverurteilung bis hin zum Vorwurf des Rassismus und Mordvorwurfs gegen Mitarbeiter*innen“ und dass man „es nach Jahrzehnten erstmals mit einem derartigen und so tragischen Geschehen am UKE zu tun habe“. Auch hier handelt es sich allerdings um reine Schutzbehauptungen, da es inzwischen zahlreiche, dokumentierte Übergriffe am UKE gegen Menschen afrikanischer Herkunft gibt, die von unabhängiger Seite bestätigt wurden. Außerdem ist uns sehr wohl noch die zweifelhafte Rolle des UKE und einzelner, hochrangiger Mitarbeiter am UKE beim tödlichen Brechmitteleinsatz gegen Achidi John aus dem Jahr 2001 in Erinnerung.

Der Verweis des UKE auf die Gewerbeordnung für Sicherheitsdienstleister im Allgemeinen sowie auf einzelne Maßnahmen am UKE, wie beispielsweise Schulungen für das Sicherheitspersonal (Deeskala-tions-Training), ist eine reine rechtliche Absicherungsbekundung und sollte an einem Standort wie dem UKE in Hamburg natürlich selbstverständlich sein.

Leider zeigt dieses Dokument vom UKE jedoch auch, dass im Bereich der rassistischen Übergriffe und struktureller Gewalt gegen Menschen Afrikanischer Herkunft keinerlei Bewusstsein bei den Entscheidungsträgern dieser Institution existiert.

Daher fordern wir weiterhin die Leitung und alle Entscheidungsträger vom UKE dazu auf, klare Konsequenzen aus den Vorgängen rund um den Tod von unserem Bruder Tonou-Mbobda zu ziehen und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Statt der verspäteten Bekundung von „Bestürzung“ und bloßer Niederlegung eines Trauerkranzes am Ort des tödlichen Übergriffes fordern wir das UKE zu der im Schreiben selbst bekundeten „Sachlichkeit,
Transparenz und Aufklärung“ der Vorgänge auf. Das vorliegende Schreiben des UKE an den Senat der Universität Hamburg erfüllt all diese Kriterien nicht. Für Rückfragen, Anmerkungen und eine ehrliche Kommunikation stehen wir selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Black Community in Hamburg
blackcommunityhamburg.blackblogs.org
Facebook: Justice For Mbobda

Touch ONE – Touch ALL!

Unterzeichnet:
– Black Community in Hamburg
– Black Community in Deutschland

Mitunterzeichnet:
– Africa United Sports Club e. V.
– Afrika Unite! Study Collective
– ARRiVATi
– Ta Set Neferu
– Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
– CECAM e.V