Tag Archives: Black Community Hamburg

Rahmenprogramm Hamburg Alafia – Afrika Festival

Rahmenprogramm zum ALAFIA-AFRIKA FESTIVAL

01. – 03. Oktober 2021 (bitte Corona 3G-Regeln beachten)

Politisches Denken & Kritisches Bewusstsein

In Zusammenarbeit mit der

BLACK COMMUNITY Coalition For Justice & Self-Defence

Das ganze Rahmenrogramm als PDF

Das ALAFIA Festival auf: https://alafia.de/

Freitag, 01. Oktober 2021  | 16:00 Uhr

  1. KINDERBUCH LESUNG & SINGEN MIT FREUDE – Ombeni Ngonyani

Ombeni Ngonyani wurde in Tanzania geboren und hat tansanische, sudanesische und Wurzeln in Swasiland.

Sie ist Autorin, zertifizierte Referentin für globales Lernen und Singer Songwriter. Sie ist Aktivistin für den Umwelterhalt und setzt sich weltweit für die Rechte von Kindern und dabei insbesondere als „intaktiv e.V.“-Botschafterin für das geschlechtsübergreifende Recht auf genitale Unversehrtheit ein. Sie ist ehrenamtliche Lesebotschafterin für die „Stiftung Lesen“ und setzt sich als Schirmherrin bei der NABU Hamburg für den Schutz der Störche ein, die in Deutschland leben und in Tansania überwintern.

Im Jahr 2017 gründete sie KUI-KORONGO UNIT INTERNATION, eine Non Profit Organisation für Vögel, Umweltschutz und Bildung mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Mit von ihr konzipierten und geschriebenen Methoden, unterrichtet sie Kinder ab dem Kindergartenalter und in allen Schularten. Sie unterrichtet zu allen Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Workshops oder Fortbildungen für interessierte Erwachsene. Sie schreibt Lieder auf Deutsch und auf Kiswahili, sowie pädagogische Mitmach-Theaterstücke für Kinder. Wer Interesse hat, kann Ombeni Ngonyani über das Kontaktformular anschreiben, nach den BNE Angeboten fragen oder sie gleich buchen. Alle Bücher, die auf Ombenis-Verlag präsentiert werden, können auch direkt über denselben Weg bestellt werden. (https://ombenisverlag.de/)

Freitag, 01. Oktober  2021  | 15:00 – 16:30 Uhr

  1. Podiumsdiskussion: Institutioneller Rassismus in der Medizin

Rassismus beinhaltet strukturelle, interpersonelle und individuelle Aspekte, die sich historisch und kontextuell verändern. Rassistisches Handeln und rassistische Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen sind wichtige Determinanten von gesundheitlichen Ungleichheiten in der Bevölkerung als Ganzes. Als System ist der Rassismus in einer Weise institutionalisiert worden, die es ermöglicht, Muster, Verfahren, Praktiken und Strategien innerhalb von Organisationen zu etablieren, die Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Kultur oder ethnischen Herkunft strukturell benachteiligen oder ausbeuten. Das System des Rassismus wirkt auch darauf, wie sich Individuen selbst wahrnehmen (internalisierter Rassismus). Die einstündige Veranstaltung mit dem Titel „Institutioneller Rassismus in der Medizin: Perspektiven für Gesundheitserziehung, Patienten-Empowerment und Verantwortlichkeiten“ wird persönliche Erfahrungen, Einsichten und Fachwissen der Diskussionsteilnehmer*innen und des Publikums umfassen.

Dr. med. Amma Yeboah (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Psychodynamische Supervisorin) wird über Live-Video zugeschaltet sein und Aktivist*innen der folgenden Organisationen werden vor Ort anwesend sein:

Bundesfachnetz Rassismus und Gesundheit

Black in Medicine

AG Anti-Schwarzer Rassismus

Initiative  zum Gedenken  an Achidi John

BLACK COMMUNITY Coalition for justice & Self-Defence

Amma Yeboah wurde in Ghana geboren und wuchs in Botswana, Namibia und Deutschland auf. Sie studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Ausbildung zur Trainerin und promovierte an der Charité, Universitätsmedizin Berlin.

Dr. med. Amma Yeboah ist Psychodynamische Supervisorin und Fachärztin für Psychiatrie & Psychotherapie mit dem Schwerpunkt geschlechtersensible, psychiatrisch psychotherapeutische Versorgung.

Als Dozentin und Lehrbeauftragte an mehreren Universitäten fokussiert sie intersektionale Perspektiven in der Medizin und Psychotherapie. Gesellschaftspolitisch interessiert sich Amma Yeboah für die Auswirkungen von Dominanzstrukturen auf die kollektive Psyche.

Freitag, 01. Oktober 2021  | 16:45 – 17:10 Uhr

  1. KURZFILM – HAMBURG KOLONIAL (6 min) – Sonja Collison

Sonja Collison – Hamburger Deern mit ghanaischen Wurzeln, ist als Creative Producerin (Autorin, Journalistin, Redakteurin, Regisseurin, Produzentin) & Diversity Coach tätig.

Diese Mischung und ihr Schwerpunkt Diversität in den Medien führen dazu, dass diese Powerfrau bereits diverse Filmproduktionen selbst umsetzen konnte und an so einigen weiteren mitwirken durfte. Dokus, Reportagen, Musikvideos, Werbefilme gehören zu ihrer Expertise, wobei der Spielfilm inzwischen auch schon eine größere Rolle in ihrer Arbeitswelt spielt.

Als studierte Kulturantrophologin setzt sie sich für eine dekolonalisierte Gesellschaft ein. Als ausgebildete Diversity-Trainerin gibt sie  unter anderem Workshops mit den Schwerpunkten Anti-Rassismus, was Bilder und Sprache mit uns machen und Empowerment.

Zusätzlich ist sie als Sensitivity Reader, Watcher and Writer aktiv und setzt sich dabei rassismuskritisch mit den Werken der deutschen Filmlandschaft auseinander. Hierzu stellt sie klar: “Ja das ist auch Arbeit, die Zeit, Wissen und Kraft kostet und somit auch Geld kostet.”

Instagram: @sunny_sunshines_world

Mail: Collison-media@outlook.com

Homepage: www.cosmocollison.com

 

Freitag, 01. Oktober 2021  | 17:15 – 18:00 Uhr

  1. LECTURE TALK – LEADERSHIP – Professor Koudzo Sewodo Komlanvi (english)

Definition of leadership in an organization, leadership styles, traits of a good leader, etc. …

Role of young people in leadership positions in our communities

Who are the learners you have learned from?

(DE) Definition von Führung in einer Organisation, Führungsstile, Eigenschaften einer guten Führungskraft, etc.

Rolle von jungen Menschen in Führungspositionen in unseren Gemeinschaften

Wer sind die Lehrer*innen, von denen Sie gelernt haben?

Professor Koudzo Sewodo Komlanvi  is Togolese and grew up in New York, USA.  After his higher education studies, He  taught different disciplines at the university level for over 20 years, as well as being an Education Consultant.  In the past three years, He has been teaching Mathematics at the HAW Applied Sciences University of Hamburg.

He is an avid entrepreneur and Co-owner of Joavina Organics business based in Hamburg. 

He is a husband and a father. 

(De) Prof. Koudzo Sewodo Komlanvi ist Togolese und wuchs in New York, USA, auf.  Nach seinem Hochschulstudium unterrichtete er über 20 Jahre lang verschiedene Disziplinen auf Universitätsniveau und war außerdem als Bildungsreferent tätig.  Seit drei Jahren unterrichtet er Mathematik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg.

Er ist ein begeisterter Unternehmer und Miteigentümer des Unternehmens Joavina Organics in Hamburg.

Er ist Ehemann und Vater.

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Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 12:00 – 13.00 Uhr

  1. LESUNG – KINDERBUCH ODO – Dayan Kodua

Glücklich und zufrieden lebt Odo mit ihrer Mama in einem wunderschönen Dorf in der Nähe von Accra in Ghana. Am liebsten spielt sie mit ihren Freunden Fangen oder Verstecken. Und wenn sich am Himmel mal wieder dicke graue Wolken türmen, führen sie fröhliche Tänze im Regen auf. Doch dann erfährt Odo, dass ihre Mama mit ihr nach Deutschland auswandern will! Dabei kann sie sich überhaupt nicht vorstellen, ihre Freunde zurückzulassen. Beim Gedanken daran wird ihr ganz schwer ums Herz. Ob es Odo gelingt, ihre Angst zu überwinden?

Dayan war zehn Jahre alt, als ihre Familie Ghana verließ, um sich in Deutschland eine bessere

Zukunft aufzubauen. Sie gehört zum ehemaligen Königreich der Ashanti, die für die Adinkra-Symbole und die Königinmutter Yaa Asantewa, die anfangs des 20. Jahrhunderts den

Ashanti-Aufstand gegen die Briten führte, bekannt sind.

Dass ihre Welt die Bühne ist, bewies sie schon früh: Als Teenager tanzte und sang sie u.a. für Chris de Burgh, Sascha, Lou Bega, Haddaway, Right Said Fred und einige andere.
An der Fachhochschule Kiel machte Dayan das Fachabitur sowie einen Abschluss als staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin. Danach folgte sie ihrem Herzen und absolvierte an der Coaching Company Berlin eine Schauspielausbildung. In Los Angeles setzte sie diese am Theater of Arts und am Howard Fine Acting Studio fort.

In den USA trat Dayan in US-Produktionen wie „Boston Legal“, „Passions“ und in den Kinofilmen „Crank“ und „Lords of the Underworld“ auf.
Ihre Vorbildrolle versteht sie als Auftrag, die junge schwarze Generation mit Migrationshintergrund zu inspirieren, ihre Integration zu fördern und sie selbstbewusst und erfolgreich zu machen.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 13:30-14:15 Uhr

  1. VORTRAG & GESPRÄCH

Rassismuskritische Bildungsarbeit  mit dem Schwerpunkt Kita/Vorschule – Christiane Kassama

Rassistische, diskriminierende Vorurteile/Denkweisen sind nicht vorgegeben, sondern erlernt.

Da das „Eigenbild“ das „Fremdbild“ bestimmt, sollten sich Pädagog*innen, Erzieher*innen und alle Erziehende damit auseinandersetzen, damit eine gute Bildungsarbeit gelingen kann und starke Kinder das Bild der Gesellschaft prägen.

Christiane Kassama ist Kita-Leiterin, Pädagogin, Aktivistin und Trainerin. Sie ist in Baden-Baden geboren und aufgewachsen. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in Hamburg, wo sie für eine diskriminierungssensible, rassismuskritische Frühbildung von Kindern in Kita und Vorschule eintritt. Die Pädagogin war früher aktiv in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und organisiert bis heute das Afrikafestival ALAFIA in Hamburg mit.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 14:30 – 15:15 Uhr

  1. KEYNOTE/ IMPULSVORTRAG – Gwaldys Awo

Gwladys Awo ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Lessan e.V. Sie hat zum Thema weibliche Verstümmelung/ Beschneidung promoviert und ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften an der Universität Hamburg. Sie initiierte den Hamburger Schutzbrief 2019 und der Bundesweiten Schutzbrief 2021. Frau Awo entwickelt Integrationsprojekte für von FGM/C und von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Frauen. Außerdem koordiniert sie seit mehreren Jahren verschiedene von der EU geförderte Projekte.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 15:30 – 16:30 Uhr

  1. LECTURE TALK – Professor Koudzo Sewodo Komlanvi (english)

Africa is Rising!

How can we take action and inspire transformation? Socially, economically, politically etc. …

Afrika ist im Aufbruch!

Wie können wir handeln und den Wandel inspirieren? Sozial, wirtschaftlich, politisch etc. …

(En) Prof. Koudzo Sewodo Komlanvi is Togolese and grew up in New York, USA.  After his higher education studies, He taught different disciplines at the university level for over 20 years, as well as being an Education Consultant.  In the past three years, He has been teaching Mathematics at the HAW Applied Sciences University of Hamburg.

He is an avid entrepreneur and Co-owner of Joavina Organics business based in Hamburg. 

He is a husband and a father. 

(De) Prof. Koudzo Sewodo Komlanvi ist Togolese und wuchs in New York, USA, auf.  Nach seinem Hochschulstudium unterrichtete er über 20 Jahre lang verschiedene Disziplinen auf Universitätsniveau und war außerdem als Bildungsreferent tätig.  Seit drei Jahren unterrichtet er Mathematik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg.

Er ist ein begeisterter Unternehmer und Miteigentümer des Unternehmens Joavina Organics in Hamburg.

Er ist Ehemann und Vater.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 17:00 – 18:00 Uhr

  1. DOKUMENTARFILM – SANKOFA „Return and get it!

SANKOFA „Return and get it”, ein Film von Maman Salissou Oumarou (anwesend) Dokumentarfilm, HD, Ton, 60 min, Farbe, Deutschland 2016.

Angefangen hat alles mit einer Ausstellung von „Gabah-African-Art“ in der Buchhandlung „A.U. Headquarter“ in Berlin. Einer Ausstellung von Gemälden aus Afrika, an der Künstler nicht teilnehmen konnten, da ihnen entweder nicht die finanziellen Mittel oder ein Visum zur Verfügung standen. So entstand mein Entschluss, die Künstler in Ghana zu treffen, um dort mit ihnen über ihre Vision von Kunst zu sprechen.

Maman Salissou Oumarou, Dokumentarfilmer und Autor, studierte und arbeitete im Niger.

2001 stellte er einen Asylantrag und kam nach Sachsen-Anhalt. Während der Wartezeit zu seinem Asylantrag nahm er zahlreiche Qualifizierungsangebote wahr und intensivierte seine Arbeit als Filmemacher und Aktivist in der Flüchtlingsselbstorganisation The VOICE Refugee Forum.

Mit seinem ersten Film „MAMA“ (unter künstlerischer Leitung von Rolf Teigler) bekam er die gläserne Trophäe für den besten Fernsehbeitrag des Rundfunkpreises Mitteldeutschland.

Er wirkte an Simon Paetaus Film Oury Jalloh mit – der Film erhielt 2008 den deutschen Menschenrechtsfilmpreis.

Von 2009 bis 2015 studierte Maman Salissou Oumarou an der Kunsthochschule für Medien in Köln.

2010 wird er mit dem DAAD Preis an der KHM ausgezeichnet, der „neben hervorragenden Leistungen im Studium auch das soziale Engagement der Ausgezeichneten“ würdigt.

Zudem veröffentlichte er 2016 das Buch „Zur Geschichte und Gegenwart afrikanischer zeitgenössischer Malerei“ beim Akademikerverlag.

In Wuppertal, wo er seit 2014 lebt, begleitet er junge Leute bei der Umsetzung und Realisierung ihrer Filme in verschiedenen Medien-Projekten und er organisiert die Afrika Filmtage in Wuppertal seit 2016 mit. 

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Sonntag, 03. Oktober 2021  | 12:00 – 13:15 Uhr

  1. FAMILIENPROGRAMME

Die Selbst-Organisation “BLACK PARENTS ORGANIZE” bietet ein Programm für die ganze Familie mit Storytelling, Liedern & Snacks, offenes Mikrofon

Community Kinder sind eingeladen, eine Rede zu halten, ein Lied zu singen, ein Gedicht vorzutragen usw.  Anmeldung: info@arrivati.de

Special Music Guest: FaNi

FaNi ist eine Singer-Songwriterin aus dem Senegal und macht schon seit ihrer Kindheit Musik. Die Musikrichtung in der sie sich bewegt ist Afro-Akustik. Sie singt auf Englisch und ihrer Muttersprache Wolof.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | 13:30 – 14:30 Uhr

  1. LESUNG/ Q & A – Vielfalt statt Einfalt

Vielfalt statt Einfalt – Ankwetta Beatrice Achaleke beschreibt ihr Erfolgsrezept Vielfalt und dessen Herausforderungen und führt die Leserinnen und Leser anhand ihrer Lebensstationen in Afrika und Europa zu einem erweiterten wie punktgenauen Vielfalts-Verständnis. Für Achaleke ist Diversität kein leeres Fremdwort, sondern der Leitgedanke ihres Lebenslaufs. Für Achaleke ist Vielfalt nicht nur ein Management-Werkzeug, sondern der rote Faden ihrer Biografie

Ankwetta B. Achaleke ist Autorin, Dozentin und stolze Afrikanerin. Im Alter von 24 Jahren zog sie nach Österreich, wo sie 20 Jahre lang lebte.

Diversität hat Beatrice Achaleke schon mit der Muttermilch aufgesogen. Die Geschäftsführerin von „Diversity Leadership“ ist in Kamerun geboren und in einer kamerunischen Großfamilie aufgewachsen. „In unserem Land gibt es über 250 verschiedene Völker und zwei Amtssprachen, in der Schule wurden wir in Englisch und Französisch unterrichtet“, so Achaleke. Sie studierte an der Universität von Yaoundé in Kamerun Rechtswissenschaften bevor sie nach Österreich ging. In Wien studierte sie Soziologie und gründete 2003 ihren ersten Verein.

Sie ist eine mehrfach preisgekrönte soziale Transfopreneurin und Gründerin zahlreicher Organisationen, darunter die Black Women’s Community und das International Center for Black Women’s Perspectives sowie Organisatorin des ersten Black European Women Congress und des Black European Women’s Council.

Im Jahr 2015 zog sie radikal zurück auf den Mutterkontinent, um dort sich neu zu definieren.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | in der Pause

3. Light Family Band

Musikalisches Empowerment für Kids & Eltern.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | 15:30 – 16:30 Uhr

4. Anti Rassismus – Abwehrstrategien – Empowerment

Wer oder was ist rassistisch?

Der Rassismus-Diskurs in Deutschland „krankt“ an einem mangelnden systemischen Verständnis der Rassismus-Definition und einer systematischen Abwehr v.a. derjenigen, die durch strukturelle Ausklammerung von Rassismuserfahrungen in diesem globalisierten System privilegiert sind …

Dieser Workshop bietet durch einen Impulsvortrag zu den Begriffsbestimmungen von Diskriminierung und Rassismus, deren individuellen und institutionalisierten Dimensionen, den Phänomenen von Intersektionalität, Internalisierung und Abwehrmechanismen sowie zu Strategien anti-rassistischer Bildungsarbeit und Interventionen eine Plattform für eine interaktive Diskussion zu diesem wichtigen Thema an.

Im Kern der sich anschließenden Diskussion soll die Verständigung darüber stehen, was Anti-Rassismus bedeutet und beinhalten muss und warum „nur nicht rassistisch“ sein zu wollen, keine Grundlage für eine Veränderung des rassistischen Status quo sein kann.

Rassismus verändert alle und alles – nicht nur die Gemeinten, Abgewerteten und Ausgegrenzten, sondern auch die, die Rassismus bewusst oder unbewusst ausüben und letztlich auch die, die passiv bleiben und tatenlos zusehen…

Stichwortkatalog: personale vs soziale Identität – Stereotype vs Vorurteile – Stigmatisierung vs Diskriminierung – Kategorisierung vs Hierarchisierung – Gleichheit vs Gerechtigkeit – Anti-Faschismus vs Anti-Rassismus

Mwayemudza Ndindah ist ein in Ostdeutschland geborener Arzt und Blacktivist zimbabwischer Herkunft, der heute in Hamburg lebt. Er ist Gründungsmitglied der BLACK COMMUNITY COALITION FOR JUSTICE & SELF-DEFENSE und bei ARRiVATi aktiv, wo er sich als Arzt und Menschenrechtsaktivist für illegalisierte Menschen und die Black Community einsetzt. Im Rahmen der ACADEMY of BLACK STUDIES, AFRICAN CULTURE & HERITAGE hält er Workshops und Vorträge zu systemischem Rassismus und zu Fällen institutioneller Tötungen Schwarzer Menschen in Deutschland und beteiligt sich als Moderator an internationalen Online-Foren zu afrozentrischen Perspektiven, Bildung und Empowerment.

Als Aktivist engagierte er sich in den selbstorganisierten Refugee-Kämpfen des VOICE Refugee Forum Germany und der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen sowie im Kampf für Gerechtigkeit in Fällen von Schwarzen Menschen, die straffrei getötet wurden – insbesondere in den Fällen von Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 in der Zelle Nr. 5 des Dessauer Polizeireviers gefoltert, getötet und verbrannt wurde. Als Mediziner weist er darauf hin, dass medizinische Ethik und Dienstleistungen weithin auf eurozentrischen „White Science“-Ansätzen in Konzeption, Lehre und Praxis beruhen, die immer mehr kommerzialisiert werden und dabei die Würde und Selbstbestimmung von Patienten im Allgemeinen und Schwarzen Patienten im Besonderen auf der Strecke bleibt. Systemischer Rassismus ist nicht nur ein Paradigma für Polizei, Justiz oder Politik, sondern auch in der Medizin allgemein und besonders in der Psychiatrie.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | 17:00 – 18:00 Uhr

5. KEYNOTE-VORTRAG

Empowerment jetzt: Panafrikanische Frauenperspektiven zur Überwindung von MAAFA

Marianne Ballé Moudoumbou ist Diplom-Dolmetscherin, Universität Mainz in Germersheim, und übt seit 2005 in und von Potsdam aus den Beruf der Konferenzdolmetscherin aus. Außerdem ist sie Ehrenamtskoordinatorin im Projekt VIW-Vitamin P PAWLO Chancenpatenschaften.  Sie ist in vielen Organisationen (ehrenamtlich) engagiert: Sie ist Koordinatorin und Sprecherin der Pan-African Women’s Liberation Organisation (PAWLO) Deutschland, Vertreterin verschiedener NGO’s auf UN-Konferenzen, unter anderem auf der Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban. Sie engagiert sich in breitem Bündnis für eine offizielle Anerkennung der während der „MAAFA“ – Große Zerstörung – verübten Völkermorde und Verbrechen und für entsprechende Entschädigungen.

Sie ist Mitglied des Sprecher*innenrats der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO), Korordinatorin deren AG Empowerment und Anti-Rassismus, und des brandenburgischen Landesintegrationsbeirats, Mitbegründerin und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Mitglied des Sprecher*innenrats  von VENROB e.V., dem Netzwerk entwicklungspolitischer Gruppen, Initiativen und Vereine im Land Brandenburg, und Mitbegründerin des Komitees für ein Afrikanisches Denkmal und Radio-Macherin.

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Dienstag, 05. Oktober 2021  | 18:00 – 20:00 Uhr

Teil 1 : Entschuldigung und Entschädigung JETZT! – 20.  Jahrestag der Ermordung von Achidi John am UKE – Daniel Manwire

Zwanzig Jahre nach dem Foltermord an Achidi John ist es an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen und Beteiligten ihrer Verantwortung stellen.

In Hamburg starb  der 19-jährige Afrikaner Achidi John während eines gewaltsamen Brechmitteleinsatzes. Der gewaltsame Folter-Tod von Bruder Achidi John weist viele Parallelen zum Tod von Bruder Tonou-Mbobda auf. Achidi wurde am Morgen des 8.12.2001 durch Zivilfahnder in St. Georg festgenommen und zur Brechmittel-Folter in die Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verbracht.

Teil 2 : Institutionelle und Rechtsstaatlicher Parallelen zum Fall Tonou Mbobda – Brother Mwayemudza

Wieder in Hamburg und wieder am UKE stirbt am 21. April 2019 ein Schwarzer Mann durch Gewaltanwendung und die Missachtung ärztlicher Ethik und Sorgfaltspflichten. Wieder warnt der Betroffene vor seinem eigenen Tod und wird wieder nicht gehört. Wieder wird ein klinisch toter Mensch tagelang in der Intensivstation künstlich beatmet und erst dann für „wirklich“ tot erklärt…

Die juristische Strafvereitelung durch die Hamburger Staatsanwaltschaften und die politische Verhinderung einer verantwortungsbasierten Aufklärung im Wissenschaftsausschuss komplettieren das Deja-Vu für die Black Community in Hamburg und Deutschland…

Eine Analyse der Fakten einerseits und der strategischen Narrative zur Strafvereitelung andererseits…

(EN) Part 3 : The importance of culture of remembrance and claiming responsibility in the struggle against institutional violence and impunity – Sista Oloruntoyin

In the face of the ongoing killings of Black and racialized people by German authorities and institutions and their racist practices of violence, the struggle for justice, accountability and change is closely linked to our culture of remembrance. It refutes the official theses of alleged “ single cases“, „tragic isolated incidents“ and the generalized legal innocence of the perpetrators.

Those who ignore history and its mistakes are doomed to repeat them over and over again!

(DE) Teil 3 : Die Wichtigkeit von Gedenkkultur und Einforderung von Verantwortung im Kampf gegen die institutionelle Gewalt und Straflosigkeit – Sista Oloruntoyin

Im Angesicht der anhaltenden Tötungen von Schwarzen und rassifizierten Menschen durch deutsche Behörden und Institutionen und deren rassistischen Gewaltpraktiken ist der Kampf für Gerechtigkeit, Verantwortung und Veränderung eng mit unserer Gedenkkultur verbunden. Sie widerlegt die offiziellen Thesen von angeblichen Einzelfällen, „tragischen“ Einzelschiksalen und juristischen Unschuldigkeit der Täter*innen.

Wer die Geschichte und deren Fehler ignoriert, ist dazu verdammt, sie immer wieder zu wiederholen!

Teil 4 : Diskussion

Mit Aktivist*innen der folgenden Organisationen:

Initiative in Gedenken an Achidi John

Die Initiative zum Gedenken an  Achidi John versucht seit vielen Jahren, die Vorgänge und Verantwortlichkeiten für die Tötung von Achidi John im Dezember 2001 aufzuarbeiten und fordert nun, am UKE einen Gedenk­ort für diejenigen Menschen zu schaffen, die Opfer von Brechmittelfolter geworden sind.

Justice For Mbobda

Justice for Mbobda ist eine Initiative der Black Community Hamburg, die für die Aufklärung des Mordes an Bruder Tonou Mbobda am 21. April 2019 vor der Psychiatrie des UKE in Hamburg kämpft und die hinterbliebene Familie unterstützt. Sie hat den Fall deutschlandweit bekannt gemacht und begleitet und setzt sich für Veränderungen im rassistischen Status quo am UKE ein, der immer wieder zu Todesfällen bei Schwarzen Patient*innen führt.

BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defence

Die BLACK COMMUNITY COALITION for JUSTICE & SELF-DEFENCE ist ein Zusammenschluss von Organisationen, die sich zur Verteidigung gegen Afrophobie – Anti-Schwarzen-Rassismus, staatliche Gewalt und systemische Ungleichbehandlung zusammengeschlossen haben. Wir fördern politisches Bewusstsein, soziales Empowerment, Community Bildung und Engagement, um die Zusammenarbeit und Selbstbestimmung von Menschen Afrikanischer Herkunft zu stärken und setzen uns für die Interessen der Afrikanischen und Schwarzen Communities ein.

https://www.facebook.com/BlackCommunityCoalition/

info@blackcommunitycoalition.de

https://www.instagram.com/black.community.coalition/

https://www.instagram.com/black.community.hamburg/

 

Sista Oloruntoyin (LaToya Manly-Spain)ist eine Yoruba-Gesangs- und Performancekünstlerin und Mitbegründerin der BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defence.

Sie ist Mitglied von ARRiVATi, einem BPOC-Kollektiv, das Kunst als ein Instrument des Widerstands einsetzt und Strategien für Emanzipation, Dekolonisierung und Community Care entwickelt. Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Selbstorganisation Schwarzer Afrikanischer Interessengruppen und Kampagnen in Deutschland, wie z.B. dem Black History Month Hamburg, dem Afrikanischen Frauentag im Hamburger Rathaus, der Africa Unity Week und dem Africa Liberation Day in Deutschland Als Afrika-zentrierte psychosocial counsellor engagiert sie sich für die psychische Gesundheit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Psychologie im kulturellen Kontext, Afrikanischem Wissen und Indigenen Praktiken. Sie ist eine Pan-Afrikanistin und Mitglied von ABPSI (The Association of Black Psychologists), GPAN (Global Pan Africanism Network) und regelmäßige Gastgeberin von BMHM Online-Events (Black Mental Health Matters).

Seit über 12 Jahren ist sie Teil des ALAFIA-Teams.

Sie ist Mutter von zwei Töchtern, Damilola und Deola (bekannt als Djamila) und Großmutter von Enioluwa)

Kontakt: oloruntoyin@blackcommunitycoalition.de

Daniel Manwire macht seit mehr als 20 Jahren Bildungs- und soziale Arbeit in Hamburg und engagiert sich unter anderem in der Initiative in Gedenken an Achidi John und der Initiative in Gedenken an Yaya Jabbi.

Brother Mwayemudza ist ein in Ostdeutschland geborener Arzt und Blacktivist zimbabwischer Herkunft, der heute in Hamburg lebt. Er ist Gründungsmitglied der BLACK COMMUNITY COALITION FOR JUSTICE & SELF-DEFENSE und bei ARRiVATi aktiv, wo er sich als Arzt und Menschenrechtsaktivist für illegalisierte Menschen und die Black Community einsetzt. Im Rahmen der ACADEMY of BLACK STUDIES, AFRICAN CULTURE & HERITAGE hält er Workshops und Vorträge zu systemischem Rassismus und zu Fällen institutioneller Tötungen Schwarzer Menschen in Deutschland und beteiligt sich als Moderator an internationalen Online-Foren zu afrozentrischen Perspektiven, Bildung und Empowerment.

Als Aktivist engagierte er sich in den selbstorganisierten Refugee-Kämpfen des VOICE Refugee Forum Germany und der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen sowie im Kampf für Gerechtigkeit in Fällen von Schwarzen Menschen, die straffrei getötet wurden – insbesondere in den Fällen von Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 in der Zelle Nr. 5 des Dessauer Polizeireviers gefoltert, getötet und verbrannt wurde.

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Introduction into Afrocentric Education

EN – DE↓

Academy of Black Studies, African Culture & Heritage

Free lecture series and classes for all age groups

Registration: academy@blackcommunitycoalition.de


Introduction into Afrocentric Education – Lecture by Lilian Debrah (UK)

Sunday 1. August 2021 | 3 – 5 pm (CEST) | Zoom-Online

Why is African contribution and history left out of the school curriculum?

What exactly is Afrocentric education?

In this interactive lecture we will understand what African centered education is and why it is important. Lilian Debrah will give a brief introduction into Afrocentric education, the definition, challenges and chances. Join this very important presentation. Providing our children an African-centered education curriculum is a vital part of Afrikan Liberation, helping our community heal and dismantle racism.

Facebook-Event

Lilian Debrah is a German-born Pan Africanist of Ghanaian heritage. She moved to England in 2013. Her research focuses on Afrocentric education. She is Vice President of GPAN -Global Pan Africanism Network.


DE

Academy of Black Studies, African Culture & Heritage

Kostenlose Vortragsreihen und Kurse für alle Altersgruppen

Anmeldung per Mail: academy@blackcommunitycoalition.de

Einführung in Afrozentrische Bildung – Vortrag von Lilian Debrah (UK)

Sonntag 01. August 2021 | 15 – 17 Uhr (MESZ) | Zoom-Online

Warum werden Afrikanische Einflüsse und Geschichte in den Lehrplänen nicht berücksichtigt?

Was genau ist afrozentrische Bildung?

Facebook-Event

In diesem interaktiven Vortrag werden wir verstehen lernen, was afrikazentrierte Bildung ist und warum sie wichtig ist. Lilian Debrah wird uns eine kurze Einführung in afrozentrische Bildung, ihre Definition, ihre Herausforderungen und ihre Chancen geben. Beteiligen Sie sich an dieser sehr wichtigen Veranstaltung. Unseren Kindern einen afrikazentrierten Lehrplan zu bieten, ist ein wichtiger Teil der afrikanischen Befreiung, der unserer Community hilft, zu heilen und den Rassismus zu überwinden.

Lilian Debrah ist eine in Deutschland geborene Panafrikanistin mit ghanaischen Wurzeln. Sie zog 2013 nach England. Ihre Forschung konzentriert sich auf afrozentrische Bildung. Sie ist Vizepräsidentin von GPAN -Global Pan Africanism Network.

WORKSHOP „All Youth against Police Brutality & Racism“

DE – EN

COMMUNITY SAFETY EDUCATION SERIES

WORKSHOP „All Youth against Police Brutality & Racism“  (Teil I)

Sonntag, 09.05.2021 | 19 – 21 h

Die Gewalt, die immer wieder durch die Polizei Hamburg ausgeübt wird, findet innerhalb des politischen Systems von Hamburg und Deutschland statt. Durch diese Gewalt wird der systemische Rassismus mit rassistischen Polizeikontrollen von marginalisierten Schwarzen Männern (Racial Profiling) reproduziert, sowie eine militarisierte Polizeipräsenz und Überwachung hergestellt, die das Risiko erhöhen, dass erneut BIPoC rassifizierte Polizei Gewalt erfahren.

Hintergrund

Politisch aktive junge AktivistInnen erfahren extreme Gewalt ganz besonders dann, wenn sie nicht Weiß sind. So wurden nach der #BlackLivesMatter-Demonstration am 6. Juni 2020 am Hauptbahnhof 36 Kinder und Jugendliche verhaftet, während andere Aktivist*innen durch die militarisierte Hamburger Polizei verprügelt und eingeschüchtert wurden und dadurch körperlichen Schaden nahmen. Ein Jahr später, wurden nun Asad und Musa auf dem Heimweg nach der #BlackLivesStillMatter-Kundgebung am 10. April 2021 an der Balduintreppe, von mehreren Polizisten gewaltvoll eingekesselt. Hierdurch erfuhr Musa Verletzungen, die zu einem Krankenhausaufenthalt führten. Im Sommer 2020 wurde ein 15-jähriger Junge von 8 Polizist*innen gewaltvoll eingeschüchtert und zu Boden geworfen, weil er mit einem E-Roller auf dem Bürgersteig fuhr. Oder der Altenpfleger John H., der von zivil gekleideten Polizisten vom Fahrrad gerissen und verletzt wurde, da er sich nach ihrer Ansicht durch die Ausübung seiner Pflegearbeit „verdächtig“ verhielt. Oder auch der Vorfall im Februar dieses Jahres, im Jenisch Park, wo ein Polizeiauto einen 17-jähriger Jungen rücksichtslos verfolgte, weil er seine Freunde ohne Maske umarmt hatte und dabei unter Beschädigung des Wagens mögliche Verletzungen der fußläufigen Polizist*innen und des Verfolgten fahrlässig in Kauf nahm.

Workshop – Beschreibung

Um die polizeiliche und politische Gewalt zu verstehen, wird der erste Workshop „All Youth Against Police Brutality“ mit Unterstützung von Brother Ogun Babadele eine Reflektion zur Kontinuität der Gewalttaten der Polizei in Hamburg und darüber hinaus geben, die politischen Motivationen hinter diesen „polizeilichen Maßnahmen“ betrachten, Informationen und Erfahrungswerte zur Rechtmäßigkeit und Straflosigkeit von Polizeigewalt erläutern sowie darüber aufklären, was deine Rechte sind wenn du Gewalt erfährst oder wie Du anderen Betroffenen am besten helfen kannst.

Referent

Brother Ogun Babadele ist Teil der Annwohner*inneninitiative Balduintreppe und befasst sich seit Jahren mit der Dynamik und Logik hinter polizeilichen Eingriffen gegen junge Schwarze Männer in St. Pauli Süd, die letztlich zu der Ermordung von Yaya Jabbi 2016 führten.

Schreib an organize@blackcommunitycoalition.de für Zoom-Link zur Teilnahme und nimm an unseren gemeinsamen kritischen Nachforschungen teil!

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EN

COMMUNITY SAFETY EDUCATION SERIES

WORKSHOP „All Youth against Police Brutality & Racism“  (Part I)

Sunday, 09.05.2021 | 19 – 21 h

The violence that is repeatedly carried out by the Hamburg police, takes place within the political system of Hamburg and Germany. Systemic racism is reproduced through these demonstrations of power. Racist police stop & frisk of marginalized Black men (Racial Profiling), as well as militarized police presence and surveillance increases the risk of BIPoC to experience repetitive racialized police violence.

Background

Politically active young activists experience brutal and extreme violence at the hands of the police, especially if they are not white. Groups of minors were arrested after the Black Lives Matter Demonstrations on the 6th of June 2020, other activists were brutalized, intimidated, now having to face charges for the violence they had actually to endure from the hands of the police. Musa and Asad were accosted, on their way home, by multiple police officers, for speaking up during the #BlackLivesStillMatter
Demonstration on the 10th of April 2021. Resulting in injuries for which Musa had to stay in the hospital overnight. In Summer of 2020, the pointless and unnecessarily drastic measures taken against the 15-year-old boy who was, consequently, pushed to the ground and accosted by multiple police officers for driving a scooter on the sidewalk. Or the caregiver who was tackled to the ground by two police officers for “looking suspicious” (aka for being black). Or recently, the incident in Jenisch Park in February of this
year, in which a 17-year-old boy was crazily and violently chased by a police car and multiple officers, for hugging his friends without a mask.

Workshop description

The All Youth against Police Brutality workshop series are about police and political violence, reflecting on the continuity of police violence in Hamburg and beyond, looking at the political motivations behind these „police actions“, provide information and experiences on legality and impunity of police violence as well as educate on what your rights are when you experience violence or how you can best help others.

Referent

With the help of Brother Ogun Babadele, who is part of the Neighborhood-Initiative Balduintreppe we will try to understand the dynamics and the logics of police actions against young black men in St. Pauli Süd, which ultimately killed Yaya Jabbi in 2016.

Mail to organize@blackcommunitycoalition.de for the Zoom-link and join our critical examinations!

COMMUNITY CONNECT – gemeinsam gegen Anti-Schwarzen und institutionellen Rassismus

DE -EN

Online-Zoom | Sonnabend, 8. Mai 2021 | 19 – 21 Uhr

Alle Schwarzen und Afrikanischen Diaspora-Communities und Personen Afrikanischer Herkunft sind eingeladen, bei unserem virtuellen Community Connect im Kampf gegen Afrophobie (Anti-Schwarzen Rassismus) zusammenzuarbeiten und teilzunehmen. Wir möchten das Prinzip Community Connect reaktivieren, um unseren Kampf gegen Anti-Schwarzen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung gemeinsam besser zu koordinieren und zu organisieren. Die BLACK COMMUNITY Coalition stellt ihre Arbeit und die AG Anti-Schwarzer Rassimus ihren Forderungskatalog vor. Wir laden Schwarze Menschen, Organisationen und Initiativen ein, geimeinsam mit uns aktiv zu werden und unsere Kräfte zu bündeln.

Die BLACK COMMUNITY Coalition steht auf dem Standpunkt, dass Rassismus systemisch wirkt und Institutionen, Behörden und Medien, die ihn zulassen und nutzen, ihn bewusst verleugnen.

Ziele unseres Community Connect:
– Information über politische Aktionen, die durchgeführt wurden und werden
– Information über Treffen mit Regierungsvertretern und Behörden, die stattgefunden haben
– Vorstellung des „Forderungskatalog der AG Anti-Schwarzer Rassismus“
– Diskussion über die Menschenrechtssituation in unseren Communities, über Prioritäten und Anliegen

Wir laden ausdrücklich Schwarze Menschen zu dieser Diskussion ein und stellen die Perspektiven unserer verschiedenen Schwarzen und Afrikanischen Diaspora-Gemeinschaften in den Mittelpunkt.

Wir bitten um Anmeldung unter: organize@blackcommunitycoalition.de

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EN

COMMUNITY CONNECT – united against Anti-Black and institutional racism

Online Zoom | Saturday, May 8, 2021 | 7 – 9 p.m.

All Black and African Diaspora communities and persons of African descent are invited to collaborate and participate in our virtual Community Connect in the fight against Afrophobia (anti-Black racism). We would like to reactivate the Community Connect principle to better coordinate and organize our fight against anti-Black racism, discrimination and exclusion together. The BLACK COMMUNITY Coalition will present its work and the AG Anti-Black Racism will present its list of demands. We invite Black people, organizations and initiatives to become active together with us and to join forces.

The BLACK COMMUNITY Coalition stands on the point of view that racism works systemically and institutions, authorities and media that use and execute it, deliberately deny it.

Goals of our Community Connect:

– To provide information about political actions that have been and are being taken

– Information about meetings with government representatives and authorities

– Presentation of the „Catalogue of Demands” of the Working Group on Anti-Black Racism.

– Discussion about the human rights situation in our communities, about priorities and concerns

We specifically invite Black people to this discussion and focus on the perspectives of our various Black and African Diaspora communities.

We kindly ask for registration under: organize@blackcommunitycoalition.de

Gerechtigkeit muss bezahlt werden, wenn sie offiziell nicht erwünscht ist

UPDATE unserer Spendenkampagne #JusticeForMbobda

https://www.betterplace.org/de/projects/70409-justiceformbobda

Liebe Community und Unterstützer*innen,

Zeit für ein Update – es hat sich einiges getan, worüber wir Euch gern berichten würden:

Am wichtigsten ist, dass wir Eurer Spendenhilfe mittlerweile ein forensisches Zweitgutachten aus London vorliegen haben, dass den Rechtsbeiständen der Familie zur Verfügung gestellt wurde. Dazu waren vorher entsprechend umfangreiche Übersetzungen von den relevanten Aktenbestandteilen erforderlich, die wir ebenfalls mit Hilfe Eurer Spenden finanzieren konnten. Da die Rechtsbeistände der Familie Beschwerde gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens einlegen und bei Abweisung derselben ein Klageerzwingungsverfahren anstreben, können wir das Gutachten leider noch nicht öffentlich zugänglich machen, da es im weiteren Verfahren noch Verwendung finden soll.

Zusätzlich sind wir aktuell auch noch im Kontakt mit deutschsprachigen Forensiker*innen, um einzelne Nachfragen weiter abklären zu lassen.

Aufgrund der aktuellen Situation eines eingestellten Ermittlungsverfahrens müssen die Kosten für die Arbeit der Rechtsbeistände im Klageerzwingungsverfahren weiter direkt von der Familie getragen werden – in einem ordentlichen Gerichtsverfahren werden die Auslagen dafür zunächst von der Justizkasse übernommen und dann wird später im Urteil eine Kostenentscheidung gefällt. Auch das ist Teil der Strategie der Vertuschung – Gerechtigkeit muss bezahlt werden, wenn sie offiziell nicht erwünscht ist!

Damit sind wir bereits mittendrin in der schlechten Nachricht dieser Neuigkeiten:

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anfang August das Ermittlungsverfahren im Fall Tonou Mbobda einfach eingestellt. Die formale Begründung: Ein „Mangel an Beweisen“ für ein strafrechtlich relevantes Verhalten der handelnden Mitarbeiter*innen des UKE. Der zuständige Staatsanwalt Lars Mahnke attestiert den Security-Mitarbeitern nicht nur ein „Notwehrrecht“ gegen den ‚aggressiven Angreifer‘ Tonou Mbobda, sondern darüber hinaus sogar noch eine „Lebensrettungsabsicht“, mit der sie ihn töteten.

Wir haben dazu am 11. August 2020 einen Offenen Brief veröffentlicht und zur Durchsetzung einer unabhängigen, zivilgesellschaftlich getragenen Untersuchungskommission mit Beteiligung der Familie und der BLACK COMMUNITY* aufgerufen:

https://blackcommunityhamburg.blackblogs.org/2020/08/11/einstellung-des-ermittlungsverfahrens-ist-ein-unglaublicher-justizskandal/

„Die unfassbare Einstellung des Ermittlungsverfahrens im Angesicht der aktuellen weltweiten Massenproteste der #BlackLivesMatter-Bewegung auch hier in Deutschland und auch hier in Hamburg ist ein Schlag ins Gesicht der trauernden Familie, unserer Black Communities hier in Hamburg und weltweit. Sie zeigt einmal mehr eindrücklich, wie berechtigt und notwendig diese Massenproteste sind und bleiben, weil Schwarze Leben auch hier in Deutschland weder zählen, noch einer angemessenen Strafverfolgung würdig erscheinen!“ …

Am 18. August 2020 hat dann der Wissenschaftsausschuss der Hamburger Bürgerschaft in einer Fortsetzung seiner Selbstbefassung zu dem Fall getagt und den Staatsanwalt sowie Verantwortliche des UKE ausgiebig Raum für deren Erklärungen und Ausreden gegeben – weder Vertreter*innen der Familie, noch unserer BLACK COMMUNITY* hier in  Hamburg waren dazu eingeladen …

Unsere Presseerklärung und einen Audio-Mitschnitt des Wissenschaftsausschusses findet Ihr unter https://blackcommunityhamburg.blackblogs.org/2020/08/20/presseerklaerung-zur-selbstbefassung-des-wissenschaftsausschusses-der-hamburger-buergerschaft-zur-einstellung-des-ermittlungsverfahrensaudio-mitschnitt-wissenschaftsausschuss-zur-klaerung-im-fall-tono/

„Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens ohne Anklageerhebung ist für uns als betroffene Black Community weder angemessen, noch nachvollziehbar. Die Verweigerung eines rechtsstaatlichen Gerichtsverfahrens zum gewaltsamen Tod eines Schwarzen Bruders verstärkt unsere Trauer um ihn und lässt die vielen offenen Fragen, warum er so hat sterben müssen und wie es überhaupt dazu kommen konnte, weiterhin unbeantwortet. Bruder Tonou Mbobda hat niemals in seinem Leben und trotz seiner Erkrankung niemals auch nur einen Menschen angegriffen oder verletzt. Die Entscheidung zur Einstellung der Ermittlungen steht in einer strukturellen Reihe der systematischen Verweigerung von Aufklärung und Gerechtigkeit, wenn die Todesopfer staatlicher und institutioneller Gewalt Schwarze Schwestern und Brüder sind. Diese Entscheidung ist erneute Beweisführung für die institutionsübergreifende Wertlosigkeit Schwarzer Leben hier in Deutschland, die von offizieller Hand immer wieder frei von Strafverfolgung getötet werden dürfen.“

Wir haben dazu eine ganze Reihe von Protestaktionen – am 12.8.20 vor der Staatsanwaltschaft Hamburg und auf dem Rathausmarkt Hamburg | am 14.8.2020 vor der Staatsanwaltschaft Hamburg | am 15.8.2020 auf dem Johannes-Brahms-Platz in unmittelbarer Nähe zu den Hamburger Staatsanwaltschaften und Gerichten | am 30.8.2020 erneut auf dem Hamburger Rathausmarkt – organisiert und durchgeführt. (s. dazu https://www.facebook.com/justiceformbobda/)

Aber nun wieder zu den guten Nachrichten:

Zur Etablierung einer zivilgesellschaftlichen Selbstorganisation gegen staatlichen und institutionellen Rassismus, aber auch zur strukturellen Unterstützung gesellschaftlich benachteiligter und diskriminierter Menschen unserer Community haben wir die

„Black Community Coalition for Justice & Self-Defense“

ins Leben gerufen, die sich neben der politischen Kampagnenarbeit für Aufklärung und Gerechtigkeit auch für Empowerment, Bildung und Community Care einsetzt.

Wir haben solidarische Unterstützung durch die Schwarze Europa-Abgeordnete Pierrette Herzberger-Fofana erhalten, die selbst erst im Juni von der Brüsseler Polizei rassistisch angegriffen und dafür auch noch angezeigt worden ist. Ihr Grußwort zu unserer Protestkundgebung am 30. August 2020 findet Ihr unter https://blackcommunityhamburg.blackblogs.org/2020/08/31/grusswort-von-frau-dr-pierrette-herzberger-fofana-mdep-ardi/

Darüber hinaus haben Student*innen und Wissenschaftler*innen der HAW Hamburg eine Offenen Brief an die Staatsanwaltschaft Hamburg verfasst, der von vielen Akademiker*innen deutschlandweit unterzeichnet worden ist: https://blackcommunityhamburg.blackblogs.org/2020/09/10/offener-brief-von-wissenschaftlerinnen-und-studentinnen-an-die-hamburger-staatsanwaltschaft/

Wir bitten Euch also alle weiter informiert und dranzubleiben und unsere Kampagne #JusticeForMbobda auch weiterhin tatkräftig und finanziell zu unterstützen, damit die Aufklärung des gewaltsamen Todes von unserem Bruder Tonou Mbobda nicht einfach so unter den institutionellen Teppich einer rassistischen Staatsraison gekehrt werden kann.

Folgt unserer Kampagne auch auf den Sozialen Medien:

Facebook: https://www.facebook.com/justiceformbobda/

Twitter: https://twitter.com/Justice4Mbobda

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCl_qI2sxsFodWj0YjHn49Gw/videos

#TouchONE – #TouchALL

* BLACK COMMUNITY meint hier die politische Selbstorganisation der aktivistischen Gruppe, die u.a. die Kampagne #JusticeForMbobda organisiert und die Familie Mbobda unterstützt – die Großschreibung aller Buchstaben dient der Unterscheidung des allgemeinen Begriffes Black Community, der die Gesamtheit der Schwarzen Diaspora bezeichnet.

Offener Brief von Wissenschaftler*innen und Student*innen an die Hamburger Staatsanwaltschaft

Wir dokumentieren hier den Offenen Brief auf Initiative von Hamburger Akademiker*innen an den für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens im Fall Tonou Mbobda verantwortlichen Oberstaatsanwalt Lars Mahnke von der Hamburger Staatsanwaltschaft, den Wissenschaftler*innen und Student*innen aus ganz mitgezeichnet haben.

Wir bedanken uns ausdrücklich für diese zivilgesellschaftliche Solidarität mit Unterstützung unserer Forderungen nach vollständiger Aufklärung, der Übernahme von Verantwortung und Rechenschaft für den gewaltvollen Tod von Bruder Tonou Mbobda sowie angemessenen Konsequenzen mit transparenten Veränderungen aller der Bedingungen, die zu seinem und vor ihm schon zum Tod von Achidi John (2001) geführt haben.

Aus der Pressemitteilung von Mitarbeiter*innen der HAW (PDF-Link):

„Rassismus in Deutschland: Der Fall William Tonou-Mbobda

William Tonou-Mbobda war 2009 aus Kamerun nach Deutschland gekommen, um zu studieren. 2019 verstarb er nach einem Einsatz von Sicherheitskräften in der Hamburger Uniklinik Eppendorf. Die Staatsanwaltschaft ermittelte in dem Fall. Das Verfahren wurde ohne Anklage eingestellt. Dagegen wehren sich Mitarbeiter*innen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), unter ihnen auch namhafte Professor*innen.

Neben der HAW haben auch Professor*innen und Mitarbeiter*innen der Universität Hamburg, der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg, sowie der Universität zu Köln, der FH Kiel, der Universität Oldenburg, der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), der Bergische Universität Wuppertal, der Universität Siegen, der Universität Bielefeld, der Universität Vechta, der Ruhr-Universität Bochum, der Alice Salomon Hochschule Berlin, der Hochschule für Technik und
Wirtschaft Berlin, der Theologischen Hochschule Friedensau, der Universität Mannheim, der Europa-Universität Flensburg, der Hochschule für Gesundheit Bochum, der Universität Bremen, der Universität Kassel, der Johannes Gutenberg- Universität Mainz, der Universität Göttingen und der Universität Lüneburg den offenen Brief unterschrieben.“

Offener Brief an die Hamburger Staatsanwaltschaft (PDF-Link)

Hamburg, 31.08.2020

An die Staatsanwaltschaft Hamburg, z.H. Oberstaatsanwalt Lars Mahnke,

mit Bestürzen mussten wir feststellen, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg das Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge im Fall William Tonou-Mbobdas ohne Erhebung einer Anklage eingestellt hat. Als Angehörige verschiedener Hamburger Hochschulen möchten wir unserer Trauer und unserer Empörung über die gewaltvollen Umstände, unter denen ein Schwarzer Student zu Tode gekommen ist, Ausdruck verleihen. Wir sind fassungslos und es verletzt zutiefst unser Rechtsempfinden, dass eine vollständige und nachvollziehbare Aufklärung des Falles in all seinen rechtsstaatlich relevanten Dimensionen bisher ausblieb und er von der Hamburger Staatsanwaltschaft ad acta gelegt werden soll. Mit Blick auf die schleppenden Ermittlungen im
Kontext von Gewalt gegenüber Schwarzen Menschen (bspw. Oury Jalloh, Rooble Warsame, Yaya Jabbi, Ousman Sey, Christy Schwundeck, Laya-Alama Condé) verstehen wir eine Aufklärung als wichtiges politisches Signal.

Wir schließen uns den Forderungen der Black Community Hamburg an, nach denen:

  • der Familie von William Tonou-Mbobda das Recht auf eine juristische Klärung seiner gewaltvollen Todesumstände und die Klärung ihrer diesbezüglichen Fragen ermöglicht werden muss. Hierfür muss eine Anklageerhebung seitens der Staatsanwaltschaft erfolgen;
  • die Einrichtung eines unabhängigen, von der Zivilgesellschaft getragenen Ausschusses zur Untersuchung aller Handlungen und Unterlassungen, die zum gewaltsamen Tod von William Tonou-Mbobda geführt haben, notwendig ist;
  • im allgemeinen Interesse der Öffentlichkeit eine vollständige und nachvollziehbare Aufklärung des Todesfalles in all seinen rechtsstaatlich relevanten Dimensionen durchgeführt werden muss – schon aus Gründen der Rechtssicherheit für andere Hamburger Krankenhauspatient*innen und des Rechtsfriedens für die Familie und weitere Schwarze Menschen in Deutschland;
  • ausdrücklich geprüft werden muss, inwiefern Rassismus eine Rolle in den Todesumständen Tonou-Mbobdas und bei dessen psychiatrischer Behandlung durch das UKE-Personal gespielt hat;
  • es einer Prüfung bedarf, inwiefern das Vorgehen der Sicherheitskräfte von geltenden Richtlinien wie der S3-Richtlinie der DGPPN zur Vermeidung von Zwang abwich.

Wir halten eine lückenlose Aufklärung der Todesumstände William Tonou-Mbobdas und insbesondere die Prüfung dieser auf die Reproduktion rassistischer Diskriminierung für unabdingbar, um eine an den Grund- und Menschenrechten orientierte medizinische Behandlung sowie Justiz und Rechtsprechung zu gewährleisten und zu signalisieren, dass es ein Interesse der Justiz und Rechtssprechung ist, allen in Hamburg lebenden Menschen Schutz und Sicherheit zu bieten.

Verfasser*innen:
Awista Gardi, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im CHIEF-Projekt, HAW Hamburg

Dr. Elina Marmer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Koordination CHIEF-Projekt, HAW Hamburg
Dr. Cornelia Sylla, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im CHIEF-Projekt, HAW Hamburg
Laura Röhr, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, HAW Hamburg
Prof. Dr. Sabine Stövesand, Lehrende an der HAW Hamburg
Prof. Dr. Annita Kalpaka, Lehrende an der HAW Hamburg
Pauline Runge, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HAW Hamburg und Promovierende im Kooperativen Graduiertenkolleg der UHH und HAW Hamburg
Fabian Fritz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, HAW Hamburg
Liesa Rühlmann, Promovierende und Dozentin, Universität Hamburg
Cornelius Lätzsch, Promovierender im Kooperativen Graduiertenkolleg „Vernachlässigte Themen der Flüchtlingsforschung“ der Universität Hamburg und HAW Hamburg

Erstunterzeichner*innen:
Anna van Hoorn, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im CHIEF Projekt, HAW Hamburg
Isabel Collien, Leitung der Stabsstelle Gleichstellung, HAW Hamburg
Dr. Anne Vogelpohl, Lehrende an der HAW Hamburg
Dennis Hölzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, HAW Hamburg
Prof. Dr. Louis Henri Seukwa, Lehrender an der HAW Hamburg
Prof. Dr. Efthimia Panagiotidis, Lehrende an der HAW Hamburg
Lynn Mecheril, Projektmitarbeiterin für Antidiskriminierung und Diversity, HAW Hamburg
Prof. Dr. Joachim Schroeder, Lehrender an der UHH
Katharina Rybarski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Hamburg
Simone Plöger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotionsstudentin, Universität Hamburg
Jennifer Adolé Akue-Dovi, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Hamburg
Judith Keinath, fremdsprachliche Angestellte, Universität Hamburg
Florian Muhl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Hamburg
Lena Narawitz, Promovierende im Kooperativen Graduiertenkolleg „Vernachlässigte Themen der Flüchtlingsforschung“ der Universität Hamburg und HAW Hamburg
Paweł Mehring, Promovierender im Kooperativen Graduiertenkolleg der Universität Hamburg und HAW Hamburg

Cornelia Springer, Wissenschaftliche Koordination „Engagementförderung durch universitäre Lehre“, Universität Hamburg
Dr. Uta Wagner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Hamburg
Dr. Frauke Meyer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Transformationen am Fluchtort Stadt“, Universität Hamburg und Dozentin an der Fachschule für Soziale Arbeit Alsterdorf
Julian Ibrahim Jusuf, Promovierender im Kooperativen Graduiertenkolleg der UHH und HAW Hamburg
Laura Adam, Promovierende und Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Hamburg
Miriam Bach, Promovierende im Kooperativen Graduiertenkolleg der Universität Hamburg und HAW Hamburg
Carolina Colmenares Díaz, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Promovierende und Dozentin, Universität Hamburg
Jonas Kohlschmidt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Hamburg
Anna Heudorfer, Promovierende an der UHH (Fakultät Erziehungswissenschaft)
Prof. Dr. Tilman Lutz, Lehrender an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie
Negin Shah Hosseini, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HAW Hamburg und Promovierende im Kooperativen Graduiertenkolleg der UHH und HAW Hamburg
Dr. Tania Mancheno
Prof. Mechtild Gomolla, Helmut Schmidt Universität Hamburg
Niklas-Max Thönneßen, Promovierender im Kooperativen Graduiertenkolleg der Universität Hamburg und HAW Hamburg
Dr. Oliver Leistert, wissenschaftlicher Mitarbeiter ICAM, Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Johanes Richter, Lehrender an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie Hamburg
Prof. em. Dr. Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg
Prof. Dr. Vassilis Tsianos, FH-Kiel
Sabrina Sarkodie-Gyan
Samia Aden, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Kassel
Lena Rathsack, Studentin, Lehramt für Sonderpädagogik
Prof. Dr. Manuela Westphal, Universität Kassel

Prof. Dr. Constantin Wagner, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. Magdalena Knappik, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bergische Universität Wuppertal
Prof’in Dr. Anke Wischmann, Europa-Universität Flensburg
Meryem Choukri, Doktorandin an der Universität Warwick und Gießen sowie Lehrbeauftragte der Universität Hamburg
Dr. Karin Kämpfe, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Zami Khalil, Psychologe (M.Sc.) Medical School Hamburg und Lehrbeauftragter der Universität Hamburg
Lola Köttgen, Promotions-Studentin an der Universität Hamburg (Erziehungswissenschaft)
Prof. Dr. Alisha M.B. Heinemann, Lehrende an der Universität Bremen
Dr. Johanna Sigl, Leuphana Universität Lüneburg
Anne-Sophie Waag, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Mannheim
Pia Garske, Mitarbeiterin Universität Göttingen
Dr. Caroline Schmitt, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Olezia Boga, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Kassel
Tassilo Schuster, Promovierender an der Universität Hamburg
Dr. Tanja Ehmann
Lisa Basten, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Bergische Universität Wuppertal
Jan Wolter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrender an der Universität Oldenburg
Tobias Linnemann, Promovierender im Promotionsprogramm Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen an der Universität Oldenburg
Olaf Berg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Isidora Randjelović, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Alice Salomon Hochschule Berlin
Prof. Dr. Sabine Broeck, Universität Bremen
Veronika Kourabas, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Bielefeld

Dr. Silke Betscher, Lektorin am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft/ Universität Bremen
und Vertretungsprofessorin für Gesundheit und Diversität/ Hochschule für Gesundheit Bochum
Prof. Dr. Daniel Bendix, Lehrender an der Theologischen Hochschule Friedensau
Olga Gerstenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin Alice-Salomon-Hochschule
Prof. Dr. Susan Kamel, Professorin für Museologie an der HTW Berlin
Prof. Dr. Iman Attia, Alice Salomon Hochschule Berlin
Prof. Dr. Karim Fereidooni, Lehrender an der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Paul Mecheril, Lehrender an der Universität Bielefeld
Isabel Dean, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Siegen
Dr. phil. Fatoş Atali-Timmer, Universität Oldenburg
Jana Kavermann, Promotionsstudentin Bergische Universität Wuppertal
Jessica Schülein, WissenschaftlicheMitarbeiterin Universität zu Köln
Dr. Vanessa E. Thompson, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fakultät für Kulturwissenschaften, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Kiana Ghaffarizad, Doktorandin an der Universität Vechta
Prof. ́in Dr. Júlia Wéber, Lehrende an der Hochschule Neubrandenburg
Prof. Dr. Susanne Spindler, Lehrende an der HS Düsseldorf
Prof. Dr. Barbara Schramkowski, Duale Hochschule Baden-Württemberg
Prof. Dr. Claus Melter, Fachhochschule Bielefeld
Alessandra Domizi, Doktorandin an der Universität Mannheim
Soniya Alkis, CvO Universität Oldenburg; Studentin
Barbara J. Funck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung, Universität Bremen
Prof. Dr. Barbara Schäuble, Lehrende Alice Salomon Hochschule Berlin
Olga Zitzelsberger, TU Darmstadt
Prof. Dr. Heike Radvan, BTU Cottbus Senftenberg
Dr. Inke Du Bois, Universität Bremen

Netzwerk (rassismus)kritische Migrationsforschung, Repräsentation, Community und Empowerment, Universität Bremen
Kritnet – Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung
Bildung – Macht – Rassismus; Rassismuskritische Veranstaltungsreihe; Studentische Initiative der Universität Hamburg und HAW