Tag Archives: Systemic Racism

Rahmenprogramm Hamburg Alafia – Afrika Festival

Rahmenprogramm zum ALAFIA-AFRIKA FESTIVAL

01. – 03. Oktober 2021 (bitte Corona 3G-Regeln beachten)

Politisches Denken & Kritisches Bewusstsein

In Zusammenarbeit mit der

BLACK COMMUNITY Coalition For Justice & Self-Defence

Das ganze Rahmenrogramm als PDF

Das ALAFIA Festival auf: https://alafia.de/

Freitag, 01. Oktober 2021  | 16:00 Uhr

  1. KINDERBUCH LESUNG & SINGEN MIT FREUDE – Ombeni Ngonyani

Ombeni Ngonyani wurde in Tanzania geboren und hat tansanische, sudanesische und Wurzeln in Swasiland.

Sie ist Autorin, zertifizierte Referentin für globales Lernen und Singer Songwriter. Sie ist Aktivistin für den Umwelterhalt und setzt sich weltweit für die Rechte von Kindern und dabei insbesondere als „intaktiv e.V.“-Botschafterin für das geschlechtsübergreifende Recht auf genitale Unversehrtheit ein. Sie ist ehrenamtliche Lesebotschafterin für die „Stiftung Lesen“ und setzt sich als Schirmherrin bei der NABU Hamburg für den Schutz der Störche ein, die in Deutschland leben und in Tansania überwintern.

Im Jahr 2017 gründete sie KUI-KORONGO UNIT INTERNATION, eine Non Profit Organisation für Vögel, Umweltschutz und Bildung mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Mit von ihr konzipierten und geschriebenen Methoden, unterrichtet sie Kinder ab dem Kindergartenalter und in allen Schularten. Sie unterrichtet zu allen Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Workshops oder Fortbildungen für interessierte Erwachsene. Sie schreibt Lieder auf Deutsch und auf Kiswahili, sowie pädagogische Mitmach-Theaterstücke für Kinder. Wer Interesse hat, kann Ombeni Ngonyani über das Kontaktformular anschreiben, nach den BNE Angeboten fragen oder sie gleich buchen. Alle Bücher, die auf Ombenis-Verlag präsentiert werden, können auch direkt über denselben Weg bestellt werden. (https://ombenisverlag.de/)

Freitag, 01. Oktober  2021  | 15:00 – 16:30 Uhr

  1. Podiumsdiskussion: Institutioneller Rassismus in der Medizin

Rassismus beinhaltet strukturelle, interpersonelle und individuelle Aspekte, die sich historisch und kontextuell verändern. Rassistisches Handeln und rassistische Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen sind wichtige Determinanten von gesundheitlichen Ungleichheiten in der Bevölkerung als Ganzes. Als System ist der Rassismus in einer Weise institutionalisiert worden, die es ermöglicht, Muster, Verfahren, Praktiken und Strategien innerhalb von Organisationen zu etablieren, die Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Kultur oder ethnischen Herkunft strukturell benachteiligen oder ausbeuten. Das System des Rassismus wirkt auch darauf, wie sich Individuen selbst wahrnehmen (internalisierter Rassismus). Die einstündige Veranstaltung mit dem Titel „Institutioneller Rassismus in der Medizin: Perspektiven für Gesundheitserziehung, Patienten-Empowerment und Verantwortlichkeiten“ wird persönliche Erfahrungen, Einsichten und Fachwissen der Diskussionsteilnehmer*innen und des Publikums umfassen.

Dr. med. Amma Yeboah (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Psychodynamische Supervisorin) wird über Live-Video zugeschaltet sein und Aktivist*innen der folgenden Organisationen werden vor Ort anwesend sein:

Bundesfachnetz Rassismus und Gesundheit

Black in Medicine

AG Anti-Schwarzer Rassismus

Initiative  zum Gedenken  an Achidi John

BLACK COMMUNITY Coalition for justice & Self-Defence

Amma Yeboah wurde in Ghana geboren und wuchs in Botswana, Namibia und Deutschland auf. Sie studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Ausbildung zur Trainerin und promovierte an der Charité, Universitätsmedizin Berlin.

Dr. med. Amma Yeboah ist Psychodynamische Supervisorin und Fachärztin für Psychiatrie & Psychotherapie mit dem Schwerpunkt geschlechtersensible, psychiatrisch psychotherapeutische Versorgung.

Als Dozentin und Lehrbeauftragte an mehreren Universitäten fokussiert sie intersektionale Perspektiven in der Medizin und Psychotherapie. Gesellschaftspolitisch interessiert sich Amma Yeboah für die Auswirkungen von Dominanzstrukturen auf die kollektive Psyche.

Freitag, 01. Oktober 2021  | 16:45 – 17:10 Uhr

  1. KURZFILM – HAMBURG KOLONIAL (6 min) – Sonja Collison

Sonja Collison – Hamburger Deern mit ghanaischen Wurzeln, ist als Creative Producerin (Autorin, Journalistin, Redakteurin, Regisseurin, Produzentin) & Diversity Coach tätig.

Diese Mischung und ihr Schwerpunkt Diversität in den Medien führen dazu, dass diese Powerfrau bereits diverse Filmproduktionen selbst umsetzen konnte und an so einigen weiteren mitwirken durfte. Dokus, Reportagen, Musikvideos, Werbefilme gehören zu ihrer Expertise, wobei der Spielfilm inzwischen auch schon eine größere Rolle in ihrer Arbeitswelt spielt.

Als studierte Kulturantrophologin setzt sie sich für eine dekolonalisierte Gesellschaft ein. Als ausgebildete Diversity-Trainerin gibt sie  unter anderem Workshops mit den Schwerpunkten Anti-Rassismus, was Bilder und Sprache mit uns machen und Empowerment.

Zusätzlich ist sie als Sensitivity Reader, Watcher and Writer aktiv und setzt sich dabei rassismuskritisch mit den Werken der deutschen Filmlandschaft auseinander. Hierzu stellt sie klar: “Ja das ist auch Arbeit, die Zeit, Wissen und Kraft kostet und somit auch Geld kostet.”

Instagram: @sunny_sunshines_world

Mail: Collison-media@outlook.com

Homepage: www.cosmocollison.com

 

Freitag, 01. Oktober 2021  | 17:15 – 18:00 Uhr

  1. LECTURE TALK – LEADERSHIP – Professor Koudzo Sewodo Komlanvi (english)

Definition of leadership in an organization, leadership styles, traits of a good leader, etc. …

Role of young people in leadership positions in our communities

Who are the learners you have learned from?

(DE) Definition von Führung in einer Organisation, Führungsstile, Eigenschaften einer guten Führungskraft, etc.

Rolle von jungen Menschen in Führungspositionen in unseren Gemeinschaften

Wer sind die Lehrer*innen, von denen Sie gelernt haben?

Professor Koudzo Sewodo Komlanvi  is Togolese and grew up in New York, USA.  After his higher education studies, He  taught different disciplines at the university level for over 20 years, as well as being an Education Consultant.  In the past three years, He has been teaching Mathematics at the HAW Applied Sciences University of Hamburg.

He is an avid entrepreneur and Co-owner of Joavina Organics business based in Hamburg. 

He is a husband and a father. 

(De) Prof. Koudzo Sewodo Komlanvi ist Togolese und wuchs in New York, USA, auf.  Nach seinem Hochschulstudium unterrichtete er über 20 Jahre lang verschiedene Disziplinen auf Universitätsniveau und war außerdem als Bildungsreferent tätig.  Seit drei Jahren unterrichtet er Mathematik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg.

Er ist ein begeisterter Unternehmer und Miteigentümer des Unternehmens Joavina Organics in Hamburg.

Er ist Ehemann und Vater.

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Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 12:00 – 13.00 Uhr

  1. LESUNG – KINDERBUCH ODO – Dayan Kodua

Glücklich und zufrieden lebt Odo mit ihrer Mama in einem wunderschönen Dorf in der Nähe von Accra in Ghana. Am liebsten spielt sie mit ihren Freunden Fangen oder Verstecken. Und wenn sich am Himmel mal wieder dicke graue Wolken türmen, führen sie fröhliche Tänze im Regen auf. Doch dann erfährt Odo, dass ihre Mama mit ihr nach Deutschland auswandern will! Dabei kann sie sich überhaupt nicht vorstellen, ihre Freunde zurückzulassen. Beim Gedanken daran wird ihr ganz schwer ums Herz. Ob es Odo gelingt, ihre Angst zu überwinden?

Dayan war zehn Jahre alt, als ihre Familie Ghana verließ, um sich in Deutschland eine bessere

Zukunft aufzubauen. Sie gehört zum ehemaligen Königreich der Ashanti, die für die Adinkra-Symbole und die Königinmutter Yaa Asantewa, die anfangs des 20. Jahrhunderts den

Ashanti-Aufstand gegen die Briten führte, bekannt sind.

Dass ihre Welt die Bühne ist, bewies sie schon früh: Als Teenager tanzte und sang sie u.a. für Chris de Burgh, Sascha, Lou Bega, Haddaway, Right Said Fred und einige andere.
An der Fachhochschule Kiel machte Dayan das Fachabitur sowie einen Abschluss als staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin. Danach folgte sie ihrem Herzen und absolvierte an der Coaching Company Berlin eine Schauspielausbildung. In Los Angeles setzte sie diese am Theater of Arts und am Howard Fine Acting Studio fort.

In den USA trat Dayan in US-Produktionen wie „Boston Legal“, „Passions“ und in den Kinofilmen „Crank“ und „Lords of the Underworld“ auf.
Ihre Vorbildrolle versteht sie als Auftrag, die junge schwarze Generation mit Migrationshintergrund zu inspirieren, ihre Integration zu fördern und sie selbstbewusst und erfolgreich zu machen.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 13:30-14:15 Uhr

  1. VORTRAG & GESPRÄCH

Rassismuskritische Bildungsarbeit  mit dem Schwerpunkt Kita/Vorschule – Christiane Kassama

Rassistische, diskriminierende Vorurteile/Denkweisen sind nicht vorgegeben, sondern erlernt.

Da das „Eigenbild“ das „Fremdbild“ bestimmt, sollten sich Pädagog*innen, Erzieher*innen und alle Erziehende damit auseinandersetzen, damit eine gute Bildungsarbeit gelingen kann und starke Kinder das Bild der Gesellschaft prägen.

Christiane Kassama ist Kita-Leiterin, Pädagogin, Aktivistin und Trainerin. Sie ist in Baden-Baden geboren und aufgewachsen. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in Hamburg, wo sie für eine diskriminierungssensible, rassismuskritische Frühbildung von Kindern in Kita und Vorschule eintritt. Die Pädagogin war früher aktiv in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und organisiert bis heute das Afrikafestival ALAFIA in Hamburg mit.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 14:30 – 15:15 Uhr

  1. KEYNOTE/ IMPULSVORTRAG – Gwaldys Awo

Gwladys Awo ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Lessan e.V. Sie hat zum Thema weibliche Verstümmelung/ Beschneidung promoviert und ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften an der Universität Hamburg. Sie initiierte den Hamburger Schutzbrief 2019 und der Bundesweiten Schutzbrief 2021. Frau Awo entwickelt Integrationsprojekte für von FGM/C und von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Frauen. Außerdem koordiniert sie seit mehreren Jahren verschiedene von der EU geförderte Projekte.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 15:30 – 16:30 Uhr

  1. LECTURE TALK – Professor Koudzo Sewodo Komlanvi (english)

Africa is Rising!

How can we take action and inspire transformation? Socially, economically, politically etc. …

Afrika ist im Aufbruch!

Wie können wir handeln und den Wandel inspirieren? Sozial, wirtschaftlich, politisch etc. …

(En) Prof. Koudzo Sewodo Komlanvi is Togolese and grew up in New York, USA.  After his higher education studies, He taught different disciplines at the university level for over 20 years, as well as being an Education Consultant.  In the past three years, He has been teaching Mathematics at the HAW Applied Sciences University of Hamburg.

He is an avid entrepreneur and Co-owner of Joavina Organics business based in Hamburg. 

He is a husband and a father. 

(De) Prof. Koudzo Sewodo Komlanvi ist Togolese und wuchs in New York, USA, auf.  Nach seinem Hochschulstudium unterrichtete er über 20 Jahre lang verschiedene Disziplinen auf Universitätsniveau und war außerdem als Bildungsreferent tätig.  Seit drei Jahren unterrichtet er Mathematik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg.

Er ist ein begeisterter Unternehmer und Miteigentümer des Unternehmens Joavina Organics in Hamburg.

Er ist Ehemann und Vater.

Sonnabend, 02. Oktober 2021  | 17:00 – 18:00 Uhr

  1. DOKUMENTARFILM – SANKOFA „Return and get it!

SANKOFA „Return and get it”, ein Film von Maman Salissou Oumarou (anwesend) Dokumentarfilm, HD, Ton, 60 min, Farbe, Deutschland 2016.

Angefangen hat alles mit einer Ausstellung von „Gabah-African-Art“ in der Buchhandlung „A.U. Headquarter“ in Berlin. Einer Ausstellung von Gemälden aus Afrika, an der Künstler nicht teilnehmen konnten, da ihnen entweder nicht die finanziellen Mittel oder ein Visum zur Verfügung standen. So entstand mein Entschluss, die Künstler in Ghana zu treffen, um dort mit ihnen über ihre Vision von Kunst zu sprechen.

Maman Salissou Oumarou, Dokumentarfilmer und Autor, studierte und arbeitete im Niger.

2001 stellte er einen Asylantrag und kam nach Sachsen-Anhalt. Während der Wartezeit zu seinem Asylantrag nahm er zahlreiche Qualifizierungsangebote wahr und intensivierte seine Arbeit als Filmemacher und Aktivist in der Flüchtlingsselbstorganisation The VOICE Refugee Forum.

Mit seinem ersten Film „MAMA“ (unter künstlerischer Leitung von Rolf Teigler) bekam er die gläserne Trophäe für den besten Fernsehbeitrag des Rundfunkpreises Mitteldeutschland.

Er wirkte an Simon Paetaus Film Oury Jalloh mit – der Film erhielt 2008 den deutschen Menschenrechtsfilmpreis.

Von 2009 bis 2015 studierte Maman Salissou Oumarou an der Kunsthochschule für Medien in Köln.

2010 wird er mit dem DAAD Preis an der KHM ausgezeichnet, der „neben hervorragenden Leistungen im Studium auch das soziale Engagement der Ausgezeichneten“ würdigt.

Zudem veröffentlichte er 2016 das Buch „Zur Geschichte und Gegenwart afrikanischer zeitgenössischer Malerei“ beim Akademikerverlag.

In Wuppertal, wo er seit 2014 lebt, begleitet er junge Leute bei der Umsetzung und Realisierung ihrer Filme in verschiedenen Medien-Projekten und er organisiert die Afrika Filmtage in Wuppertal seit 2016 mit. 

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Sonntag, 03. Oktober 2021  | 12:00 – 13:15 Uhr

  1. FAMILIENPROGRAMME

Die Selbst-Organisation “BLACK PARENTS ORGANIZE” bietet ein Programm für die ganze Familie mit Storytelling, Liedern & Snacks, offenes Mikrofon

Community Kinder sind eingeladen, eine Rede zu halten, ein Lied zu singen, ein Gedicht vorzutragen usw.  Anmeldung: info@arrivati.de

Special Music Guest: FaNi

FaNi ist eine Singer-Songwriterin aus dem Senegal und macht schon seit ihrer Kindheit Musik. Die Musikrichtung in der sie sich bewegt ist Afro-Akustik. Sie singt auf Englisch und ihrer Muttersprache Wolof.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | 13:30 – 14:30 Uhr

  1. LESUNG/ Q & A – Vielfalt statt Einfalt

Vielfalt statt Einfalt – Ankwetta Beatrice Achaleke beschreibt ihr Erfolgsrezept Vielfalt und dessen Herausforderungen und führt die Leserinnen und Leser anhand ihrer Lebensstationen in Afrika und Europa zu einem erweiterten wie punktgenauen Vielfalts-Verständnis. Für Achaleke ist Diversität kein leeres Fremdwort, sondern der Leitgedanke ihres Lebenslaufs. Für Achaleke ist Vielfalt nicht nur ein Management-Werkzeug, sondern der rote Faden ihrer Biografie

Ankwetta B. Achaleke ist Autorin, Dozentin und stolze Afrikanerin. Im Alter von 24 Jahren zog sie nach Österreich, wo sie 20 Jahre lang lebte.

Diversität hat Beatrice Achaleke schon mit der Muttermilch aufgesogen. Die Geschäftsführerin von „Diversity Leadership“ ist in Kamerun geboren und in einer kamerunischen Großfamilie aufgewachsen. „In unserem Land gibt es über 250 verschiedene Völker und zwei Amtssprachen, in der Schule wurden wir in Englisch und Französisch unterrichtet“, so Achaleke. Sie studierte an der Universität von Yaoundé in Kamerun Rechtswissenschaften bevor sie nach Österreich ging. In Wien studierte sie Soziologie und gründete 2003 ihren ersten Verein.

Sie ist eine mehrfach preisgekrönte soziale Transfopreneurin und Gründerin zahlreicher Organisationen, darunter die Black Women’s Community und das International Center for Black Women’s Perspectives sowie Organisatorin des ersten Black European Women Congress und des Black European Women’s Council.

Im Jahr 2015 zog sie radikal zurück auf den Mutterkontinent, um dort sich neu zu definieren.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | in der Pause

3. Light Family Band

Musikalisches Empowerment für Kids & Eltern.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | 15:30 – 16:30 Uhr

4. Anti Rassismus – Abwehrstrategien – Empowerment

Wer oder was ist rassistisch?

Der Rassismus-Diskurs in Deutschland „krankt“ an einem mangelnden systemischen Verständnis der Rassismus-Definition und einer systematischen Abwehr v.a. derjenigen, die durch strukturelle Ausklammerung von Rassismuserfahrungen in diesem globalisierten System privilegiert sind …

Dieser Workshop bietet durch einen Impulsvortrag zu den Begriffsbestimmungen von Diskriminierung und Rassismus, deren individuellen und institutionalisierten Dimensionen, den Phänomenen von Intersektionalität, Internalisierung und Abwehrmechanismen sowie zu Strategien anti-rassistischer Bildungsarbeit und Interventionen eine Plattform für eine interaktive Diskussion zu diesem wichtigen Thema an.

Im Kern der sich anschließenden Diskussion soll die Verständigung darüber stehen, was Anti-Rassismus bedeutet und beinhalten muss und warum „nur nicht rassistisch“ sein zu wollen, keine Grundlage für eine Veränderung des rassistischen Status quo sein kann.

Rassismus verändert alle und alles – nicht nur die Gemeinten, Abgewerteten und Ausgegrenzten, sondern auch die, die Rassismus bewusst oder unbewusst ausüben und letztlich auch die, die passiv bleiben und tatenlos zusehen…

Stichwortkatalog: personale vs soziale Identität – Stereotype vs Vorurteile – Stigmatisierung vs Diskriminierung – Kategorisierung vs Hierarchisierung – Gleichheit vs Gerechtigkeit – Anti-Faschismus vs Anti-Rassismus

Mwayemudza Ndindah ist ein in Ostdeutschland geborener Arzt und Blacktivist zimbabwischer Herkunft, der heute in Hamburg lebt. Er ist Gründungsmitglied der BLACK COMMUNITY COALITION FOR JUSTICE & SELF-DEFENSE und bei ARRiVATi aktiv, wo er sich als Arzt und Menschenrechtsaktivist für illegalisierte Menschen und die Black Community einsetzt. Im Rahmen der ACADEMY of BLACK STUDIES, AFRICAN CULTURE & HERITAGE hält er Workshops und Vorträge zu systemischem Rassismus und zu Fällen institutioneller Tötungen Schwarzer Menschen in Deutschland und beteiligt sich als Moderator an internationalen Online-Foren zu afrozentrischen Perspektiven, Bildung und Empowerment.

Als Aktivist engagierte er sich in den selbstorganisierten Refugee-Kämpfen des VOICE Refugee Forum Germany und der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen sowie im Kampf für Gerechtigkeit in Fällen von Schwarzen Menschen, die straffrei getötet wurden – insbesondere in den Fällen von Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 in der Zelle Nr. 5 des Dessauer Polizeireviers gefoltert, getötet und verbrannt wurde. Als Mediziner weist er darauf hin, dass medizinische Ethik und Dienstleistungen weithin auf eurozentrischen „White Science“-Ansätzen in Konzeption, Lehre und Praxis beruhen, die immer mehr kommerzialisiert werden und dabei die Würde und Selbstbestimmung von Patienten im Allgemeinen und Schwarzen Patienten im Besonderen auf der Strecke bleibt. Systemischer Rassismus ist nicht nur ein Paradigma für Polizei, Justiz oder Politik, sondern auch in der Medizin allgemein und besonders in der Psychiatrie.

Sonntag, 03. Oktober 2021  | 17:00 – 18:00 Uhr

5. KEYNOTE-VORTRAG

Empowerment jetzt: Panafrikanische Frauenperspektiven zur Überwindung von MAAFA

Marianne Ballé Moudoumbou ist Diplom-Dolmetscherin, Universität Mainz in Germersheim, und übt seit 2005 in und von Potsdam aus den Beruf der Konferenzdolmetscherin aus. Außerdem ist sie Ehrenamtskoordinatorin im Projekt VIW-Vitamin P PAWLO Chancenpatenschaften.  Sie ist in vielen Organisationen (ehrenamtlich) engagiert: Sie ist Koordinatorin und Sprecherin der Pan-African Women’s Liberation Organisation (PAWLO) Deutschland, Vertreterin verschiedener NGO’s auf UN-Konferenzen, unter anderem auf der Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban. Sie engagiert sich in breitem Bündnis für eine offizielle Anerkennung der während der „MAAFA“ – Große Zerstörung – verübten Völkermorde und Verbrechen und für entsprechende Entschädigungen.

Sie ist Mitglied des Sprecher*innenrats der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO), Korordinatorin deren AG Empowerment und Anti-Rassismus, und des brandenburgischen Landesintegrationsbeirats, Mitbegründerin und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Mitglied des Sprecher*innenrats  von VENROB e.V., dem Netzwerk entwicklungspolitischer Gruppen, Initiativen und Vereine im Land Brandenburg, und Mitbegründerin des Komitees für ein Afrikanisches Denkmal und Radio-Macherin.

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Dienstag, 05. Oktober 2021  | 18:00 – 20:00 Uhr

Teil 1 : Entschuldigung und Entschädigung JETZT! – 20.  Jahrestag der Ermordung von Achidi John am UKE – Daniel Manwire

Zwanzig Jahre nach dem Foltermord an Achidi John ist es an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen und Beteiligten ihrer Verantwortung stellen.

In Hamburg starb  der 19-jährige Afrikaner Achidi John während eines gewaltsamen Brechmitteleinsatzes. Der gewaltsame Folter-Tod von Bruder Achidi John weist viele Parallelen zum Tod von Bruder Tonou-Mbobda auf. Achidi wurde am Morgen des 8.12.2001 durch Zivilfahnder in St. Georg festgenommen und zur Brechmittel-Folter in die Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verbracht.

Teil 2 : Institutionelle und Rechtsstaatlicher Parallelen zum Fall Tonou Mbobda – Brother Mwayemudza

Wieder in Hamburg und wieder am UKE stirbt am 21. April 2019 ein Schwarzer Mann durch Gewaltanwendung und die Missachtung ärztlicher Ethik und Sorgfaltspflichten. Wieder warnt der Betroffene vor seinem eigenen Tod und wird wieder nicht gehört. Wieder wird ein klinisch toter Mensch tagelang in der Intensivstation künstlich beatmet und erst dann für „wirklich“ tot erklärt…

Die juristische Strafvereitelung durch die Hamburger Staatsanwaltschaften und die politische Verhinderung einer verantwortungsbasierten Aufklärung im Wissenschaftsausschuss komplettieren das Deja-Vu für die Black Community in Hamburg und Deutschland…

Eine Analyse der Fakten einerseits und der strategischen Narrative zur Strafvereitelung andererseits…

(EN) Part 3 : The importance of culture of remembrance and claiming responsibility in the struggle against institutional violence and impunity – Sista Oloruntoyin

In the face of the ongoing killings of Black and racialized people by German authorities and institutions and their racist practices of violence, the struggle for justice, accountability and change is closely linked to our culture of remembrance. It refutes the official theses of alleged “ single cases“, „tragic isolated incidents“ and the generalized legal innocence of the perpetrators.

Those who ignore history and its mistakes are doomed to repeat them over and over again!

(DE) Teil 3 : Die Wichtigkeit von Gedenkkultur und Einforderung von Verantwortung im Kampf gegen die institutionelle Gewalt und Straflosigkeit – Sista Oloruntoyin

Im Angesicht der anhaltenden Tötungen von Schwarzen und rassifizierten Menschen durch deutsche Behörden und Institutionen und deren rassistischen Gewaltpraktiken ist der Kampf für Gerechtigkeit, Verantwortung und Veränderung eng mit unserer Gedenkkultur verbunden. Sie widerlegt die offiziellen Thesen von angeblichen Einzelfällen, „tragischen“ Einzelschiksalen und juristischen Unschuldigkeit der Täter*innen.

Wer die Geschichte und deren Fehler ignoriert, ist dazu verdammt, sie immer wieder zu wiederholen!

Teil 4 : Diskussion

Mit Aktivist*innen der folgenden Organisationen:

Initiative in Gedenken an Achidi John

Die Initiative zum Gedenken an  Achidi John versucht seit vielen Jahren, die Vorgänge und Verantwortlichkeiten für die Tötung von Achidi John im Dezember 2001 aufzuarbeiten und fordert nun, am UKE einen Gedenk­ort für diejenigen Menschen zu schaffen, die Opfer von Brechmittelfolter geworden sind.

Justice For Mbobda

Justice for Mbobda ist eine Initiative der Black Community Hamburg, die für die Aufklärung des Mordes an Bruder Tonou Mbobda am 21. April 2019 vor der Psychiatrie des UKE in Hamburg kämpft und die hinterbliebene Familie unterstützt. Sie hat den Fall deutschlandweit bekannt gemacht und begleitet und setzt sich für Veränderungen im rassistischen Status quo am UKE ein, der immer wieder zu Todesfällen bei Schwarzen Patient*innen führt.

BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defence

Die BLACK COMMUNITY COALITION for JUSTICE & SELF-DEFENCE ist ein Zusammenschluss von Organisationen, die sich zur Verteidigung gegen Afrophobie – Anti-Schwarzen-Rassismus, staatliche Gewalt und systemische Ungleichbehandlung zusammengeschlossen haben. Wir fördern politisches Bewusstsein, soziales Empowerment, Community Bildung und Engagement, um die Zusammenarbeit und Selbstbestimmung von Menschen Afrikanischer Herkunft zu stärken und setzen uns für die Interessen der Afrikanischen und Schwarzen Communities ein.

https://www.facebook.com/BlackCommunityCoalition/

info@blackcommunitycoalition.de

https://www.instagram.com/black.community.coalition/

https://www.instagram.com/black.community.hamburg/

 

Sista Oloruntoyin (LaToya Manly-Spain)ist eine Yoruba-Gesangs- und Performancekünstlerin und Mitbegründerin der BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defence.

Sie ist Mitglied von ARRiVATi, einem BPOC-Kollektiv, das Kunst als ein Instrument des Widerstands einsetzt und Strategien für Emanzipation, Dekolonisierung und Community Care entwickelt. Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Selbstorganisation Schwarzer Afrikanischer Interessengruppen und Kampagnen in Deutschland, wie z.B. dem Black History Month Hamburg, dem Afrikanischen Frauentag im Hamburger Rathaus, der Africa Unity Week und dem Africa Liberation Day in Deutschland Als Afrika-zentrierte psychosocial counsellor engagiert sie sich für die psychische Gesundheit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Psychologie im kulturellen Kontext, Afrikanischem Wissen und Indigenen Praktiken. Sie ist eine Pan-Afrikanistin und Mitglied von ABPSI (The Association of Black Psychologists), GPAN (Global Pan Africanism Network) und regelmäßige Gastgeberin von BMHM Online-Events (Black Mental Health Matters).

Seit über 12 Jahren ist sie Teil des ALAFIA-Teams.

Sie ist Mutter von zwei Töchtern, Damilola und Deola (bekannt als Djamila) und Großmutter von Enioluwa)

Kontakt: oloruntoyin@blackcommunitycoalition.de

Daniel Manwire macht seit mehr als 20 Jahren Bildungs- und soziale Arbeit in Hamburg und engagiert sich unter anderem in der Initiative in Gedenken an Achidi John und der Initiative in Gedenken an Yaya Jabbi.

Brother Mwayemudza ist ein in Ostdeutschland geborener Arzt und Blacktivist zimbabwischer Herkunft, der heute in Hamburg lebt. Er ist Gründungsmitglied der BLACK COMMUNITY COALITION FOR JUSTICE & SELF-DEFENSE und bei ARRiVATi aktiv, wo er sich als Arzt und Menschenrechtsaktivist für illegalisierte Menschen und die Black Community einsetzt. Im Rahmen der ACADEMY of BLACK STUDIES, AFRICAN CULTURE & HERITAGE hält er Workshops und Vorträge zu systemischem Rassismus und zu Fällen institutioneller Tötungen Schwarzer Menschen in Deutschland und beteiligt sich als Moderator an internationalen Online-Foren zu afrozentrischen Perspektiven, Bildung und Empowerment.

Als Aktivist engagierte er sich in den selbstorganisierten Refugee-Kämpfen des VOICE Refugee Forum Germany und der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen sowie im Kampf für Gerechtigkeit in Fällen von Schwarzen Menschen, die straffrei getötet wurden – insbesondere in den Fällen von Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 in der Zelle Nr. 5 des Dessauer Polizeireviers gefoltert, getötet und verbrannt wurde.

https://www.facebook.com/BlackCommunityCoalition/

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WORKSHOP „All Youth against Police Brutality & Racism“

DE – EN

COMMUNITY SAFETY EDUCATION SERIES

WORKSHOP „All Youth against Police Brutality & Racism“  (Teil I)

Sonntag, 09.05.2021 | 19 – 21 h

Die Gewalt, die immer wieder durch die Polizei Hamburg ausgeübt wird, findet innerhalb des politischen Systems von Hamburg und Deutschland statt. Durch diese Gewalt wird der systemische Rassismus mit rassistischen Polizeikontrollen von marginalisierten Schwarzen Männern (Racial Profiling) reproduziert, sowie eine militarisierte Polizeipräsenz und Überwachung hergestellt, die das Risiko erhöhen, dass erneut BIPoC rassifizierte Polizei Gewalt erfahren.

Hintergrund

Politisch aktive junge AktivistInnen erfahren extreme Gewalt ganz besonders dann, wenn sie nicht Weiß sind. So wurden nach der #BlackLivesMatter-Demonstration am 6. Juni 2020 am Hauptbahnhof 36 Kinder und Jugendliche verhaftet, während andere Aktivist*innen durch die militarisierte Hamburger Polizei verprügelt und eingeschüchtert wurden und dadurch körperlichen Schaden nahmen. Ein Jahr später, wurden nun Asad und Musa auf dem Heimweg nach der #BlackLivesStillMatter-Kundgebung am 10. April 2021 an der Balduintreppe, von mehreren Polizisten gewaltvoll eingekesselt. Hierdurch erfuhr Musa Verletzungen, die zu einem Krankenhausaufenthalt führten. Im Sommer 2020 wurde ein 15-jähriger Junge von 8 Polizist*innen gewaltvoll eingeschüchtert und zu Boden geworfen, weil er mit einem E-Roller auf dem Bürgersteig fuhr. Oder der Altenpfleger John H., der von zivil gekleideten Polizisten vom Fahrrad gerissen und verletzt wurde, da er sich nach ihrer Ansicht durch die Ausübung seiner Pflegearbeit „verdächtig“ verhielt. Oder auch der Vorfall im Februar dieses Jahres, im Jenisch Park, wo ein Polizeiauto einen 17-jähriger Jungen rücksichtslos verfolgte, weil er seine Freunde ohne Maske umarmt hatte und dabei unter Beschädigung des Wagens mögliche Verletzungen der fußläufigen Polizist*innen und des Verfolgten fahrlässig in Kauf nahm.

Workshop – Beschreibung

Um die polizeiliche und politische Gewalt zu verstehen, wird der erste Workshop „All Youth Against Police Brutality“ mit Unterstützung von Brother Ogun Babadele eine Reflektion zur Kontinuität der Gewalttaten der Polizei in Hamburg und darüber hinaus geben, die politischen Motivationen hinter diesen „polizeilichen Maßnahmen“ betrachten, Informationen und Erfahrungswerte zur Rechtmäßigkeit und Straflosigkeit von Polizeigewalt erläutern sowie darüber aufklären, was deine Rechte sind wenn du Gewalt erfährst oder wie Du anderen Betroffenen am besten helfen kannst.

Referent

Brother Ogun Babadele ist Teil der Annwohner*inneninitiative Balduintreppe und befasst sich seit Jahren mit der Dynamik und Logik hinter polizeilichen Eingriffen gegen junge Schwarze Männer in St. Pauli Süd, die letztlich zu der Ermordung von Yaya Jabbi 2016 führten.

Schreib an organize@blackcommunitycoalition.de für Zoom-Link zur Teilnahme und nimm an unseren gemeinsamen kritischen Nachforschungen teil!

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EN

COMMUNITY SAFETY EDUCATION SERIES

WORKSHOP „All Youth against Police Brutality & Racism“  (Part I)

Sunday, 09.05.2021 | 19 – 21 h

The violence that is repeatedly carried out by the Hamburg police, takes place within the political system of Hamburg and Germany. Systemic racism is reproduced through these demonstrations of power. Racist police stop & frisk of marginalized Black men (Racial Profiling), as well as militarized police presence and surveillance increases the risk of BIPoC to experience repetitive racialized police violence.

Background

Politically active young activists experience brutal and extreme violence at the hands of the police, especially if they are not white. Groups of minors were arrested after the Black Lives Matter Demonstrations on the 6th of June 2020, other activists were brutalized, intimidated, now having to face charges for the violence they had actually to endure from the hands of the police. Musa and Asad were accosted, on their way home, by multiple police officers, for speaking up during the #BlackLivesStillMatter
Demonstration on the 10th of April 2021. Resulting in injuries for which Musa had to stay in the hospital overnight. In Summer of 2020, the pointless and unnecessarily drastic measures taken against the 15-year-old boy who was, consequently, pushed to the ground and accosted by multiple police officers for driving a scooter on the sidewalk. Or the caregiver who was tackled to the ground by two police officers for “looking suspicious” (aka for being black). Or recently, the incident in Jenisch Park in February of this
year, in which a 17-year-old boy was crazily and violently chased by a police car and multiple officers, for hugging his friends without a mask.

Workshop description

The All Youth against Police Brutality workshop series are about police and political violence, reflecting on the continuity of police violence in Hamburg and beyond, looking at the political motivations behind these „police actions“, provide information and experiences on legality and impunity of police violence as well as educate on what your rights are when you experience violence or how you can best help others.

Referent

With the help of Brother Ogun Babadele, who is part of the Neighborhood-Initiative Balduintreppe we will try to understand the dynamics and the logics of police actions against young black men in St. Pauli Süd, which ultimately killed Yaya Jabbi in 2016.

Mail to organize@blackcommunitycoalition.de for the Zoom-link and join our critical examinations!

Justice for Mbobda – Clarification | Prosecution | Justice

PDF 2021-04-21_Justice for Mbobda – Clarification-Prosecution-Justice

2 years ago Brother Tonou Mbobda was murdered in the UKE-Hospital…

Since 2 years the UKE-Hospital has been disclaiming its responsibility for his violent death…

Since 2 years now, Hamburg’s public prosecutors have failed to adequately prosecute the obvious breaches of law, breaches of due diligence, and violations of policy….

Since 2 years now, the institution UKE-Hospital, the prosecuting authority public prosecutor’s office and the political leaders in the science committee have allied for a joint cover-up by stigmatizing, criminalizing and blaming the victim…

Since 2 years now, we as the Black Community Coalition for Justice & Self-Defense have been fighting together with the family and the Black Community Hamburg for the full and complete clarification of all circumstances that led to the violent death of Brother Tonou Mbobda… and we will not let this fight rest until the family receives the justice it deserves. The death of Brother Tonou Mbobda cannot and must not go unpunished and unpardoned!

We demand the indictment of those responsible in a due process of law to clarify all outstanding issues:

  • Why was Tonou Mbobda’s cardiac muscle thickening not precautionarily clarified and diagnosed by a specialist cardiologist despite multiple conspicuous and pathologically marked ECG findings and despite the additional prescription of drugs with side effects on his heart?
  • Why was the low potassium level determined by laboratory chemistry on admission not actively compensated, when it is known that low potassium levels can promote the occurrence of dangerous cardiac arrhythmias, especially in combination with the medication administered?
  • How can it be that both the responsible physician and subsequently also the public prosecutor’s office and the attorney general’s office establish an alleged danger to others, although Tonou Mbobda never attacked or injured anyone in his entire lifetime, throughout his mental history and not on the day of his death?
  • Why can the responsible physician have ordered the security service and not exercise medical supervision to ensure compliance with existing professional guidelines when they subsequently use physical force, and thus allow the security service to employ unprofessional and life-threatening techniques of violence against a patient, for which there was not even legal order issued yet?
  • How can it be that the public prosecutor in charge commissions the contract for the forensic medical examination to the UKE-Hospital itself?
  • Why was there no immediate forensic medical examination carried out to determine and document the injuries and consequences of the use of violent force despite the immediate police investigation and the explicit indication by a medical representative of the Black Community? Against forensic standards of investigation injuries were only documented 5 days later in the course of the autopsy.
  • Why is a possible positional asphyxia (circulatory collapse in prone position with hands tied behind the back and additional respiratory restriction due to sitting up/kneeling of several persons) neither mentioned nor discussed in the autopsy report of Prof. Püschel, and how does the responsible public prosecutor Mahnke come to claim a completely unscientific „minimum exposure time“ of 25 minutes as a “condition” for such an event in front the scientific committee of parliament?
  • How does the responsible public prosecutor Ogiermann of the Attorney General’s Office come to construct an allegedly avertable self-endangerment by a theoretically possible traffic accident, when there is no evidence at all for the necessary intention of the patient Tonou Mbobda to leave the clinic premises in the first place?
  • How can the violations against the PsychKG Hamburg (missing legal basis), against the S3 guideline „To prevent coercion“, against the medical duty of care (omission of diagnosis and therapy of significant concomitant diseases) and against the right of self-determination of patients have been appropriately processed, if both the public prosecutor’s offices and the scientific committee prevent their clarification and naming by an irresponsible perpetrator-victim reversal, by criminalizing the person killed with the help of the protective claims of those actually responsible for the fatality and imputing a cynical „life-saving intention“ to the perpetrators of the violence, for which there is neither professional nor actual evidence?

Neither the UKE-Hospital, nor the city of Hamburg have so far personally apologized to the family or expressed their regrets to the bereaved.

The killing of Black people is part of the structural DNA of Hamburg, if only because the responsible law enforcement agencies have so far systematically legitimized it instead of filing charges. The „failure to recognize“ implicitly and explicitly racist behavior not only through unjustified and excessive violence, but also through failure to care and ignoring fundamental rights is an unspeakable continuity that feeds on the unreflective colonial roots of the German dominant society. It is an expression of an inhuman superiority mentality that the recognition of equal rights to life and self-determination is and can still be so systematically denied in 2021. We will not continue to stand idly by and watch the killing of Black lives and institutional violence against Black people in impunity, but we will do everything necessary to ensure that anti-Black racism in Hamburg, in Germany and beyond finally comes to an end!

Touch One – Touch ALL

Justice for Mbobda

Black Community Coalition for Justice & Self-Defense

Contact: info@blackcommunitycoalition.de

Join: organize@blackcommunitycoalition.de

 

#WeNeverForgetOuryJalloh Davidwache Hamburg

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#WeNeverForgetOuryJalloh – 7. Januar 2021 – Davidwache

2021 – 16. Jahrestag des Mordes an unserem Bruder Oury Jalloh in Dessau

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh ruft zu einem dezentralen Gedenk- und Protesttag am Donnerstag, den 7. Januar, dem 16. Jahrestag der Ermordung Oury Jallohs auf. Jahrestag der Ermordung von Oury Jalloh auf. In Übereinstimmung damit rufen wir zu einer Gedenkkundgebung im Gedenken an Oury Jalloh und alle anderen Opfer von besonders tödlicher Polizeigewalt und anderen Formen rassistischer, institutioneller Tötungen mit Straffreiheit vor der Davidwache von 17 bis 20 Uhr auf.

Oury Jalloh wurde am 7. Januar 2005 von Dessauer Polizeibeamten rechtswidrig festgenommen, illegal inhaftiert, brutal gefoltert, schwer verletzt und anschließend an Händen und Füßen an eine feuerfeste Matratze gefesselt und bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die Täter behaupteten sofort, Bruder Oury Jalloh habe sich selbst verbrannt. Bis heute – 16 Jahre nach seinem brutalen und qualvollen Tod – ist der Mord an Bruder Oury Jalloh weder geklärt, noch sind die Täter angeklagt oder verurteilt worden, obwohl die vorliegenden Beweise die angebliche „Selbstverbrennungshypothese“ eindeutig ausschließen. Obwohl die vorliegenden Beweise die angebliche „Selbstverbrennungshypothese“ schlüssig ausschließen, behaupten Staatsanwälte und Richter nach wie vor, es gäbe keine „faktischen Beweise“ für einen Mord.

Der Mord an Oury Jalloh ist nicht der einzige ungeklärte im Dessauer Polizeirevier – bereits 1997 wurde Hans-Jürgen Rose von Polizeibeamten zu Tode gefoltert und Mario Bichtemann 2002 in der gleichen Zelle Nr. 5 des gleichen Polizeireviers zu Tode geprügelt. 5 desselben Polizeireviers im Jahr 2002 zu Tode geprügelt.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh kämpft seit 2005 für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem Fall und hat mehrere umfangreiche und schlüssige Gutachten vorgelegt, die eindeutig belegen:   Oury Jalloh – das war MORD!

Oury Jalloh – nicht nur in Dessau, sondern auch hier in Hamburg!

Im Dezember 2001 wurde Achidi John verhaftet und im UKE durch die Brechmittel-Foltermethode getötet, was wir als ein weiteres Beispiel für institutionelle und polizeiliche Brutalität gegen Schwarze Menschen ansehen. Im Februar 2016 wurde Yaya Jabbie verhaftet und in der Untersuchungshaft getötet, was ohne nachvollziehbare Untersuchungen einfach als Selbstmord bezeichnet wurde. In ganz Deutschland gibt es viele, viele weitere solche Polizeimorde an unseren Schwarzen Schwestern und Brüdern, die alle ungestraft geblieben sind – von Bruder Kola Bankole (1994) und Mareame N’deye Sarr (2001) bis zu Christy Schwundeck (2011) und Mikael Haile (2017).

Am selben Tag, dem 7. Januar 2005, starb in Bremen unser ebenfalls sierra-leonischer Bruder Laye-Alama Condé, nach einer gewaltsamen Brechmittel-Folterprozedur am 27. Dezember 2004 – das Gerichtsverfahren gegen den Arzt, der Bruder Condé das Brechmittel und Wasser in die Lunge eingeflößt hatte, wurde 2013 wegen seiner „Verhandlungsunfähigkeit“ eingestellt. 

Und es gibt noch weitaus mehr Opfer rassistischer Polizeigewalt und straffreier Todesfälle in Gewahrsam innerhalb anderer migrantischer Communities jenseits unserer Schwarzen Community: Die Morde von Halim Dener (1994) bis Amad Ahmad (2018) oder Adel B. und Aman Alizada (2019), die nach Aufklärung und Rechenschaft schreien. Wir stehen gemeinsam gegen den systemischen Rassismus und die Kontinuität dieser staatlichen Tötungen.

An diesem 16. Jahrestag des Todes von Bruder Oury Jalloh und Bruder Laye-Alama Condé wollen wir nicht nur ein deutliches Zeichen gegen den anti-Schwarzen Rassismus in Polizei, Justiz und staatlichen Institutionen setzen, sondern mehr denn je gegen Polizeigewalt in all ihren Formen protestieren. Wir rufen alle Brüder und Schwestern, antirassistische Freunde und Organisationen auf, sich uns vor der historischen Davidwache in St. Pauli anzuschließen. Die berühmteste Polizeiwache Hamburgs ist ein Wahrzeichen für gewalttätige repressive und kriminalisierende Maßnahmen, die von der Hamburger Justiz meist stillschweigend sanktioniert werden. Hier haben Brutalität und Profiling gegen Schwarze Menschen in Hamburg eine besondere „Heimat“.

Wir alle wissen, dass rassistische Vorurteile und tödliche Eskalationen repressiver Gewalt direkt miteinander verbunden sind! Der institutionalisierte Rassismus von Polizei und Staat in Politik, Medien, Bildungs- und Sozialeinrichtungen bildet den Nährboden und Grundlage für systemischen und alltäglichen Rassismus in der Bevölkerung und insbesondere der erstarkenden, organisierten Rechten in Hamburg, Deutschland, Europa und weltweit.

#HamburgRemembersOuryJalloh #Davidwache0701

Rassismus ist keine „Meinung“, sondern ein organisiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit!

BLACK COMMUNITY Koalition für Gerechtigkeit & Selbstverteidigung | Freunde von Oury Jalloh Hamburg

2021-01-07_WeneverforgetOuryJalloh_Davidwache_DE_1Seite

EN

#WeNeverForgetOuryJalloh – January 7, 2021 – Davidwache

2021 – 16th Anniversary of the Death of our Brother Oury Jalloh in Dessau

The Initiative in Remembrance of Oury Jalloh calls for a Day of decentralized Commemoration and Protest on Thursday, January 7, of the 16 anniversary of Oury Jalloh’s murder. In accordance, we call out for a remembrance Rally in commemoration of Oury Jalloh and all other victims of especially deadly police violence and other forms of racist, institutional killings with impunity in front of Davidwache from 5 to 8pm.

Oury Jalloh was unlawfully arrested by Dessau police officers on January 7, 2005, illegally detained, brutally tortured, severely injured and then tied by his hands and feet to a fireproof mattress and burned beyond recognition. The perpetrators immediately claimed that Brother Oury Jalloh had burned himself. To this day – 16 years after his brutal and agonizing death – .Although the available evidence conclusively excludes the alleged „self-inflicted combustion hypothesis“ the murder of Brother Oury Jalloh has not been clarified, nor have the perpetrators been charged or convicted. Although the available evidence conclusively excludes the alleged „self-inflicted combustion hypothesis“ prosecutors and judges still claim that there would be no „factual evidence“ for a murder.

The murder of Oury Jalloh is not the only unsolved one in the Dessau police station – already in 1997 Hans-Jürgen Rose was tortured to death by police officers and Mario Bichtemann was beaten to death in the same cell no. 5 of the same police station in 2002.

The Initiative in Remembrance of Oury Jalloh has been fighting for clarification and justice in the case since 2005 and has presented several extensive and conclusive expert opinions that clearly prove:     Oury Jalloh – This was MURDER!

Oury Jalloh – not only in Dessau but also here in Hamburg!

In December 2001, Achidi John was arrested and killed in the UKE through the emetic torture-method which is again an example of institutional and police brutality and in February 2016 Yaya Jabbie was arrested and killed in custody intransparently labeled suicide. Throughout Germany there are many, many more police killings of our Black Sisters and Brothers, all of which have gone unpunished – from Brother Kola Bankole (1994) and Mareame N’deye Sarr (2001) to Christy Schwundeck (2011) and Mikael Haile (2017).

Even on the very same day January 7th 2005 another Sierra Leonean fellow Brother Laye-Alama Condé died in Bremen after a forceful and violent emetic torture procedure on December 27th 2004 – court procedures against the medical doctor instilling emetic fluid and water into Condé’s lungs were finally suspended in 2013 due to inability of the defendant to stand further trial.  

And there are far more victims of racist police violence and deaths in custody with impunity within migrant communities beyond our Black community from Halim Dener (1994) to Amad Ahmad (2018) or Adel B. and Aman Alizada (2019) that need to be shouted out for clarification and accountability. We stand as one against the systemic racism and the continuity of state killings.

On this 16th anniversary of Brother Oury Jalloh’s and Brother Laye-Alama Condé’s death, let us send a clear signal not only against anti-Black racism in the police, judiciary and state institutions but also react now more than ever against police brutality in all its forms. We call on all Brothers and Sisters, anti-racist friends and organizations to join us  in front of the historic Davidwache in St. Pauli. The most famous police station in Hamburg stands as a landmark for violent repressive and criminalizing measures sanctioned by the Hamburg judiciary. This is where brutality and profiling against Black people in Hamburg have a special „home”.

We all know that racist prejudices and deadly escalations of repressive violence are directly connected!. Police and state as well as institutionalized racism in politics, media, educational and welfare institutions form the breeding ground and the corner stones for systemic and everyday racism within the general population and especially of the strengthening, organized right in Hamburg, Germany, Europe and worldwide.

#HamburgRemembersOuryJalloh  #Davidwache0701

Racism is not an „opinion“, but an organized crime against humanity!

BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defense | Friends of Oury Jalloh Hamburg

2021-01-07_WeneverforgetOuryJalloh_Davidwache_EN_1page1 

FR

#NejamaisoublierOuryJalloh – 7 Janvier 2021 – Davidwache

2021 – 16ème anniversaire de la mort de notre frère Oury Jalloh à Dessau

L’Initiative en mémoire de Oury Jalloh appelle à une journée décentralisée de commémoration et de protestation le jeudi 7 janvier, à l’occasion du 16e anniversaire de l’assassinat de Oury Jalloh. En conséquence, nous appelons à un rassemblement en mémoire de Oury Jalloh et de toutes les autres victimes de violences policières particulièrement meurtrières et d’autres formes d’assassinats racistes et institutionnels en toute impunité, devant Davidwache de 17 à 20 heures.

Oury Jalloh a été illégalement arrêté par des policiers de Dessau le 7 janvier 2005, détenu illégalement, brutalement torturé, gravement blessé puis attaché par les mains et les pieds à un matelas ignifuge et brûlé au point d’être méconnaissable. Les auteurs ont immédiatement affirmé que le frère Oury Jalloh s’était brûlé. À ce jour, 16 ans après sa mort brutale et atroce, bien que les preuves disponibles excluent de manière concluante la prétendue „hypothèse de combustion auto-infligée“, le meurtre de frère Oury Jalloh n’a pas été élucidé, et les auteurs n’ont pas été inculpés ni condamnés. Bien que les preuves disponibles excluent de manière concluante la prétendue „hypothèse de combustion auto-infligée“, les procureurs et les juges continuent de prétendre qu’il n’y aurait pas de „preuves factuelles“ pour un meurtre.

Le meurtre d’Oury Jalloh n’est pas le seul non résolu dans le commissariat de police de Dessau – déjà en 1997, Hans-Jürgen Rose a été torturé à mort par des policiers et Mario Bichtemann a été battu à mort dans la même cellule non. 5 du même poste de police en 2002.

L’Initiative en mémoire d’Oury Jalloh se bat depuis 2005 pour la clarification et la justice dans cette affaire et a présenté plusieurs expertises approfondies et concluantes qui le prouvent clairement:    Oury Jalloh – C’était un MEURTRE !

Oury Jalloh – non seulement à Dessau mais aussi ici à Hambourg !

En décembre 2001, Achidi John a été arrêté et tué à l’UKE par la méthode de la torture émétique, ce qui est à nouveau un exemple de brutalité institutionnelle et policière. En février 2016, Yaya Jabbie a été arrêtée et tuée en détention sous une étiquette de suicide. Dans toute l’Allemagne, il y a beaucoup, beaucoup plus d’assassinats de nos frères et sœurs noirs par la police, qui sont tous restés impunis – du frère Kola Bankole (1994) et Mareame N’deye Sarr (2001) à Christy Schwundeck (2011) et Mikael Haile (2017).

Le même jour, le 7 janvier 2005, un autre confrère sierra-léonais, le frère Laye-Alama Condé, est mort à Brême après une violente procédure de torture émétique le 27 décembre 2004. Les procédures judiciaires contre le médecin qui avait instillé du liquide émétique et de l’eau dans les poumons de Condé ont finalement été suspendues en 2013 en raison de l’incapacité de l’accusé à poursuivre son procès. 

Et il y a bien plus de victimes de violences policières racistes et de décès en garde à vue en toute impunité au sein des communautés de migrants que dans notre communauté noire, de Halim Dener (1994) à Amad Ahmad (2018) ou Adel B. et Aman Alizada (2019), qui doivent être criés au secours et à la responsabilité. Nous sommes unis contre le racisme systémique et la continuité des meurtres commis par l’État.

En ce 16e anniversaire de la mort de Frère Oury Jalloh et de Frère Laïc-Alama Condé, envoyons un signal clair non seulement contre le racisme anti-noir dans la police, la justice et les institutions de l’État, mais réagissons aussi maintenant plus que jamais contre la brutalité policière sous toutes ses formes. Nous appelons tous les frères et soeurs, les amis et les organisations antiracistes à se joindre à nous devant la Davidwache historique de St Pauli. Pauli. Le poste de police le plus célèbre de Hambourg est un point de repère pour les mesures violentes de répression et de criminalisation sanctionnées par la justice hambourgeoise. C’est là que la brutalité et le profilage des Noirs à Hambourg ont un „chez-soi“ particulier.

Nous savons tous que les préjugés racistes et les escalades meurtrières de la violence répressive sont directement liés . La police et l’État, ainsi que le racisme institutionnalisé dans la politique, les médias, les établissements d’enseignement et les institutions sociales, constituent le terreau et les pierres angulaires du racisme systémique et quotidien au sein de la population en général et surtout du renforcement, organisé à droite à Hambourg, en Allemagne, en Europe et dans le monde.

#HambourgsesouvientdeOuryJalloh #Davidwache0701

Le racisme n’est pas une „opinion“, mais un crime organisé contre l’humanité!

Coalition de la COMMUNAUTÉ NOIRE pour la justice et l’autodéfense | Les amis de Oury Jalloh Hambourg

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